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RhönSalon 2000 im Internet
Einführung in die Ausstellung
von Dr. Marion Feld, Kuratorin der Ausstellung
Mit dem RhönSalon verwirklicht die Kunststation Kleinsassen in
diesem Jahr erstmals eine schon seit langem gehegte Idee. Zugleich
erfüllt sich damit der oft geäußerte Wunsch vieler
KünstlerInnen und BesucherInnen nach einer derartigen
regionalen Kunstausstellung.
Die Kunststation war zwar schon oft Ausstellungsort für
einzelne in der Region lebende und arbeitende KünstlerInnen
oder Schauplatz für Ereignisse und Aktionen, die thematisch
durch die Region selbst angeregt wurden (zum Beispiel das
Rhön-Projekt von Peter Lörincz, die Gründung der
Gruppe LAFIWAPA oder Performances von Sieglinde Kallnbach). Doch hat
es bisher noch kein derartig umfassendes Forum für die in der
Region beheimatete Kunst gegeben.
Neben der weiträumigen länderübergreifenden
Auffassung der Region Rhön bildet vor allem die
interdisziplinäre Zusammenfassung von Bildender Kunst,
Architektur und Design ein neues, zukunftsweisendes Konzept für
die Kunststation Kleinsassen. Im Zweijahresrhythmus einer Biennale
wird die Ausstellung zukünftig fortgesetzt und aktualisiert.
Professionell arbeitende KünstlerInnen und DesignerInnen sowie
ArchitektInnen mit künstlerischem Anspruch erhalten damit die
Möglichkeit, gemeinsam ihre jeweils neuesten Arbeiten der
Öffentlichkeit vorzustellen.
Der länderübergreifende Ansatz mit den an der Rhön
teilhabenden Bundesländern Bayern, Hessen und Thüringen
ermöglicht zugleich eine derart umfassende Präsentation.
Bereits bestehende Kontakte zu KünstlerInnen und in der
Kunstszene agierenden Persönlichkeiten ließen dabei eine
erste Adresskartei entstehen, die durch Pressemitteilungen und
"Mundpropaganda" immer umfangreicher wurde. Auch nach
Ablauf der Anmeldefrist und nach Drucklegung des Katalogs gingen
weitere Anfragen ein, die für die erste Ausstellung leider
nicht mehr berücksichtigt werden konnten.
Vermutlich leben und arbeiten noch weit mehr professionelle
KünstlerInnen in der Region Rhön, als uns bekannt geworden
sind. Diese bitten wir hiermit zugleich um Nachsicht für unsere
noch unvollendete Auflistung und für ihre erst im nächsten
RhönSalon im Jahre 2002 mögliche Beteiligung. Es kann sich
- zumal bei einer ersten derartigen Veranstaltung - nur um eine
vorläufige Basis handeln, auf der in der Zukunft eine
detailliertere Vorgehensweise möglich sein wird. Unter
Berücksichtigung sich verändernder Lebensumstände
wird sich eine Liste regionaler KünstlerInnen darüber
hinaus vermutlich auch in Zukunft flexibel und flukturierend
gestalten.
Die erstmalige und kurzfristig einberaumte Vorbereitung dieser
Ausstellung bedingte ein vereinfachtes Anmeldeverfahren, bei dem auf
eine Vorjurierung verzichtet werden musste und folglich alle
fristgerecht angemeldeten Künstlerinnen in der Ausstellung und
im Katalog berücksichtigt wurden. Zwangsläufig konnte
dabei kein gleichmäßiges künstlerisches Niveau
eingehalten werden. Dies wird jedoch bei den zukünftigen
Folgeausstellungen durch ein entsprechendes Ausschreibungs- und
Bewerbungsverfahren sowie durch eine Vorjurierung gewährleistet
sein.
Aufgrund der unerwartet vielen Anmeldungen zum RhönSalon 2000
konnten leider nicht alle vorangemeldeten Werke der
Künstlerinnen in die Ausstellung integriert werden. Doch hat
das Kuratorium mit großer Sorgfalt und Verantwortung
mindestens je ein Werk aller Teilnehmer zur Präsentation
ausgewählt und sich gewissenhaft darum bemüht, aus der
Vielzahl und Vielgestaltigkeit der Werke eine stimmige und
ansprechende Ausstellung zu gestalten.
Der RhönSalon bietet die Möglichkeit, in Form einer
aktuellen Bestandsaufnahme die zeitgenössische regionale Kunst
zu dokumentieren und die künstlerische Potenz einer zentralen
deutschen Binnenregion darzustellen. Die Kunststation Kleinsasssen
erhält dadurch - neben ihren bisherigen Aktivitäten -
zusätzlich die Funktion eines Zentrums für regionalen
Kulturaustausch.
Mit dem RhönSalon 2000 ist ein erster Schritt in dieser
Zielrichtung gemacht. Das interdisziplinäre, auf die Region
fokussierte Konzept ermöglicht eine interessante Kombination
von Werken unterschiedlichster Kunstgattungen und Stilrichtungen.
Von der daraus resultierenden, geografischen und fachlich
übergreifenden Kommunikation sind bedeutende Impulse für
alle Beteiligten und nicht zuletzt für die zukünftige
Gestaltung und Weiterentwicklung der Ausstellung zu erwarten. Ein
gemeinsamer Dialog zwischen dem Organisationsteam und den
TeilnehmerInnen, wie er in einem während der Ausstellung
stattfindenden Diskussionsforum geplant ist, wird den Weg in die
Zukunft weisen.
Das Organisationsteam - bestehend aus Peter Ballmaier (Leiter der
Kunststation Kleinsassen), Predrag Hegedüs (künstlerischer
Berater der Kunststation Kleinsassen und Initiator des
RhönSalons) sowie die Autorin - möchte abschließend
allen Beteiligten herzlich für die Zusammenarbeit und
Unterstützung danken, insbesondere allen KünstlerInnen des
Rhön-Salons, die durch ihre Teilnahme das Zustandekommen dieser
Ausstellung erst ermöglicht und durch ihr damit bekundetes
Interesse die Bedeutung einer solchen Veranstaltung zum Ausdruck
gebracht haben. Auch möchten wir uns bei all jenen bedanken,
die durch ihren Rat, ihre Vermittlung und ihr persönliches
Engagement den RhönSalon gefördert und zu seiner
Verwirklichung beigetragen haben.
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