Zurück   Startseite   Druckversion 12. März 2000/6. August 2004
Die Hälfte des Himmels

Zeitgenössische chinesische Künstlerinnen

Kunststation Kleinsassen: 20. Februar bis 9. April 2000
Zurück
Vorige Seite Nächste Seite

Wu Mali  
Wu Mali: Die Geschichte der Frauen von Hsing-Chuang  
Die Geschichte der Frauen von Hsing-Chuang
Stoff, Video - 1997
500 x 600 x 300 cm
 

Die Entwicklungsprozesse von Handel und Industrie in Taiwan haben auch die Stadt Hsinchuang grundlegend verändert. Die Stadt Hsinchuang ist das typische Beispiel einer Migrantenstadt in Taiwan. Was geht in den Herzen dieser Migranten vor? Welche Beziehung haben sie zu ihrer Heimat, zu ihren neuen Wohnsiedlungen? Diese Fragen interessieren mich sehr. Besonders interessiert mich dabei die Rolle der Frau: Welchen Einflüssen ist sie in dieser von der Migration geprägten Gesellschaft ausgesetzt? Wie ist ihr Verhältnis zur Familie? Deswegen habe ich eine Reihe von Frauen, die in Hsinchuang leben oder eine enge Beziehung zu Hsinchuang haben, besucht und über ihre Geschichte und Erfahrungen interviewt. Ich hoffte, von ihren Erfahrungen und Erlebnissen zu erfahren, welche Auswirkungen die veränderte Umwelt auf sie ausgeübt hat. Während dieser Gespräche habe ich entdeckt, daß viele Frauen in Textil- und Kleidungsfabriken arbeiten und ein besonders enges Verhältnis zwischen diesen Industrien und den Frauen von Hsinchuang besteht. So habe ich ihre Geschichten in ein Tuch gewebt, so wie diese Frauen während ihrer Arbeit ihr Leben, ihre Geschichten, ihre Freuden und Schmerzen, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, ihren ganzen Werdegang in die Stoffe hineinweben. Die Einschränkungen der Webtechnik ließen nur einen Teil dieser Dialoge zum Ausdruck kommen, aber viele Erlebnisse dieser Frauen ähneln einander ... Unter der doppelten Ausbeutung patriachalischer und kapitalistischer Strukturen, gibt es so viele Fassungen dieser Geschichte, warum? Darüber sollten wir nachdenken und das sollten wir gemeinsam herausbekommen. Die Migrantengesellschaft von Hsinchuang ist die Miniatur der großen Migrantengesellschaft Taiwans.

The developing processes of trade and industry in Taiwan have basically changed the town of Hsinchuang. Hsinchuang is the typical example of a city of migrants in Taiwan. What is going on in the hearts of these migrants? What kind of relationship do they have to their homeland, to their new settlements? These questions interest me a lot. Her I am particularly interested in the part of the woman: What kind of influences is she exposed to in this society which has been formed by migration? What is her relationship to family like? Therefore, I went to see several women, who live in Hsinchuang or have a close relationship to it and interviewed them about their stories and experience. I hoped that I would learn about their experience and in how far the changed surroundings had effected them. During these conversations I discovered that a lot of women are working textile and clothing plants and that there is a particularly close relationship between these industries and the women in Hsinchuang. Therefore, I wove their stories into a cloth, exactly as the women weave their lives, their stories, their joys and pains, their hopes and disappointments, their total development into these cloths during their work. The restrictions of the weaving technique only expressed part of these dialogues, but many experiences resemble each other ... Under the double exploitation by patriarchical and capitalist structures there are so many versions of the same story, why? That is what we should think about, that is what we should find out together. Hsinchuang is the miniature of the big migrants society of Taiwan.

  Lebensdaten
1957 geboren in Taipei, Taiwan.
1975 - 1979 Deutschstudium, Tamkang (Danjiang)-Universität, Taiwan., B.A. Degree.
1980 - 1982 Studium Bildhauerei, Hochschule für Praktische Kunst, Wien.
1982 - 1986 Meisterschülerin von Günther Uecker, Staatliche Kunstakademie, Düsseldorf.
1986 - 1987 Gastprofessorin am Nationalen Kunstinstitut, Taipei, Taiwan.
1992 - 1994 Gastprofessorin am National Educational College, Taipei, Taiwan.
1994 Gastkünstlerin, Universität und Kunstcenter Honkong. Stipendium der Fullbright Foundation, New York.
seit 1991 Herausgeberin einer Serie von Kunstbüchern mit dem Verlagshaus Yuan-Liou Taipei, Taiwan.
1997 Gastprofessorin am Nationalen Kunstinstitut, Taipei, Taiwan.
  Aussstellungen
1985 "Zeit - Raum", Einzelausstellung. Shen-Yu-Galerie, Taipei, Taiwan.
1986 "Das Spiel ist nicht zu Ende", Einzelausstellung, Spring Gallery, Taipei, Taiwan.
1987 "Vanishing Point", Einzelausstellung. Chia-Jen-Studio, Taipei, Taiwan.
1988 "Sophistic Numbers", He-Ping-Studio, Taipei, Taiwan.
1988 "Media Environment - Installation", Art Hall Taiwan, Taichung, Taiwan.
1989 "3. Ushimado International Biennial", Japan.
1989 "520", Station Xinbeitou, Taiwan.
1989 "Contemporary Art of Taiwans", National Museum of History, Taipei.
1990 "Frauen und Kunst", Eslite Art Space, Taipei.
1991 "Little Sensations", Einzelausstellung. Gallery for Contemporary Art, Taichung.
1991 "Observations on society", Lion Art Gallery, Taipei.
1991 "Dialogue. Women and Contemporary Art", Dimention Art Center, Taipei.
1992 "Adler-Aesthetics", Einzelausstellung. Gallery for Contemporary Art, Taichung.
1992 "Art Fair Taipei", Fair Trade for Export.
1992 "Books of Artists", American Cultural Center, Taipei.
1993 "Kleiner Neureicher begegnet Super Mali", Einzelausstellung. Huanghe-River Art Center, Taichung.
1993 "Texte zerfressen, Wörter durchbohren", Einzelausstellung. Yintong II. Park Galerie, Taipei.
1993 "Kunst in Taiwan 1945 - ‘93", Kunsthalle Taipei.
1993 "Neue Kunst, neue Gruppen. Die Kunst Taiwans in den 90-ern", Han-Art Galerie, Taipei.
1993 "5. Kunstausstellung des Kreises Taipei", Kulturzentrum des Kreises Taipei.
1994 "Verkleidung", Kunsthalle Taipei.
1994 "Asiatischer Spaziergang", Shiseido Galerie, Tokio.
1995 "Balanceakte", Ifa-Galerie,Stuttgart.
1995 "Scriptura", Einzelausstellung. Galerie Giorgio Persano, Turin.
1995 "46. Biennale de Venezia. Zeitgenössische Kunst aus Taiwan", Kunsthalle für Gegenwartskunst, Sydney.
1995 "Außerordentlich", Haus der Kunst, Essen.
1995 "6. Triennale der Kleinplastik", Stuttgart, Fellbach.
1996 "Außerhalb des Kubus", Hongkong Art-Festival.
1996 "Außerordentlich", Stadtgalerie Remscheid, Bremen.
1996 "Plurale Vorstellungen. - Zeitgenössische Skulpturen", Kunsthalle für Gegenwartskunst, Nizza, Frankreich.
1996 "Impressionen von Künstlern - Veränderung von Büchern", Mois du Graphisme dŽEchirolles, Frankreich.
1996 "Internationale Kunst heute", Palazzo Bricherasio Stiftung, Turin.
1996 "Kunst-Motel-Taipei", Kunstaktion in der Stadt Taipei.
1997 "Segmentation/Multiplication. 47. Biennale de Venezia".
1997 "Ausstellung zum 28. Februar", Kunsthalle Taipei.

 
Zurück
Vorige Seite Nächste Seite


Zurück   Seitenanfang
P. Klingebiel, Fulda

Freie Malschule
 30.10.2011 bis 04.03.2012
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Labyrinth der Mythen
 11.12.2011 bis 04.03.2012
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Café in der Kunststation
Geöffnet: dienstags - sonntags, 13 - 17 Uhr

Sparkasse Fulda

Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Ulenspiegel in der Kunststation Kleinsassen

Jahresprogramm

Öffnungszeiten der Kunststation:
dienstags - sonntags, 13 - 17 Uhr,

Jahresprogramm 2012
Seminarprogramm 2012

Weg zur Kunststation

Nachricht an die Kunststation
Kunsttelegramm der Kunststation

Ausstellungen 2012
Ausstellungen 2011

Die Gestaltung der Homepage basiert auf dem Flyer zur aktuellen Ausstellung
Im Labyrinth der Mythen.

Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).