Zurück   Startseite   Druckversion 15. September 2000/6. August 2004
Grenzgänge

Kunststation Kleinsassen: 20. August bis 15. Oktober 2000
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Karl Vouk - Kärnten, Österreich  
Karl Vouk: Deva  
Deva, 1999
Eitempera auf Leinwand
110 x 70 cm
 

"Grenzen, politische, sprachliche, seelische verändern sich dauernd – sie haben geringen Bestand."
 
Kurzbiografie
 
1958geboren in Klagenfurt, Kärnten, Österreich
 BG f. Slowenen, Studium der Architektur an der TU Wien und an der Akademie der bildenden Künste, Meisterschule Prof. Peichl.
 
Einzelausstellungen
 
1983Galerie Hildebrand, Klagenfurt, Kleine Galerie im Künstlerhaus Klagenfurt
1986Galerie Rosegg und Aal-Galerie, Wien
1987Pri Joklnu, Klagenfurt, und Galerie an der Fabrik, Spital/Pyhrn
1988Galerie am Roßmarkt, Wolfsberg
1990Galerie an der Fabrik, Spital/Pyhrn und Galerie Freund, Klagenfurt
1991Galerie Leechgasse 24, Graz
 
Ausstellungsbeteiligungen
 
1976"Kärnten - ein Porträt im Jubiläumsjahr", Galerie Hildebrand, Klagenfurt
1982"Kärnten in Slovenj Gradec", Jugoslawien
1990"Grenzraum - Raum ohne Grenzen", Künstlerhaus Klagenfurt
1990"Blickwinkel 1990", Künstlerhaus Klagenfurt
 
Margot Paulitsch über Karl Vouk

Karl Vouks künstlerische Arbeit - eng verbunden mit der fernöstlichen Vorstellung von Malerei als einer meditativen Technik - umkreist vor allem in seinen kleinformatigen Werken immer wieder ein Thema: das der Zeichen und Schriften. Die enge Verbindung von Malerei und der alten chinesischen Schriftkunst, die sich durch kontemplative Durchdringung des zu Bezeichnenden noch eng an das ursprüngliche Bild anlehnte, hatte Karl Vouk dazu angeregt, für seine eigene, westliche Erlebnisweise einen analogen Ausdruck zu finden. Die spontane, skizzenhafte Kalligraphie, die zugleich psychische Improvisation als auch Zeichen für meditatives Erleben der Wirklichkeit war, aber auch seine Auseinandersetzung mit den mythischen Zeichen der indianischen Kunst, haben den Künstler dazu inspiriert, ein formales Äquivalent seiner eigenen Vorstellungswelt entstehen zu lassen. Aus diesen Ansätzen heraus entwickelte er eine ganz persönliche Zeichensprache, in der Metaphern einer meditativen Lebenssicht als verschlüsselte Signale aus dem Bildraum wirken; Gedankenspuren in Bildzeichen umgesetzt, die nun, sichtbar geworden, zu entschlüsseln sind.

 
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