Grenzgänge im Internet
Kunst und Kultur aus europäischen Grenzregionen
Hofbieber-Kleinsassen.
Zu "Grenzgängen" lädt die Kunststation
Kleinsassen vom 20. August bis zum 15. Oktober ein. Unter diesem Titel
stellt der Kulturtreff am Fuß der Milseburg mehrere europäische
Grenzregionen vor. Im Zentrum stehen die Situation der Künstler und
das Kulturleben der jeweiligen Region, fernab der Metropolen.
In der Ausstellung "Grenzgänge" vom 27. August bis zum 15.
Oktober 2000 zeigen zwölf Künstlerinnen und Künstler aus
Friaul-Udine (Italien), Kärnten (Österreich) und der Oberpfalz
(Deutschland) ihre Arbeiten aus verschiedenen Bereichen der bildenden
Kunst. Malerei, Grafik, Bildhauerei und Installationen geben einen
spannungsreichen Überblick über das Kunstschaffen dieser
Regionen. In die Ausstellung integriert werden Werke, die während
eines Symposiums in der Heimvolkshochschule Fürsteneck vom 20. August
bis zum 2. September entstehen. In der malerischen Umgebung von Burg
Fürsteneck treffen sich die Holzbildhauer, Holzschneider, Maler und
Installationskünstler zum länderübergreifenden Erfahrungs-
und Meinungsaustausch, der unter dem gemeinsamen Thema "Grenze"
künstlerisch umgesetzt wird.
Zum Konzept der "Grenzgänge" gehören neben der
Ausstellung und dem Symposium zwei Foren in der Kunststation Kleinsassen
zur politisch-kulturellen Situation in diesen Regionen.
"Künstlerleben: Alles gleich und alles anders?" lautet das
Thema des Forum I am 26. August um 18 Uhr, in dem die beteiligten
Künstler über ihre Situation berichten. Allen
"Grenzgängern gemeinsam" ist, am Rande ihres eigenen Landes
und damit an der Grenze zu zwei anderen Kulturen zu leben. Friaul grenzt
an Slowenien und Österreich, die Oberpfalz an Tschechien und
Österreich, Kärnten an Slowenien und Italien. Welche Chancen hat
die Kunst in Randgebieten? Wie stark hängt es vom Einsatz einzelner
Künstler oder anderer Idealisten ab, eine Region mit kulturellen,
künstlerischen Aktivitäten zu beleben? Alle Künstler und
Kunstinteressierten aus der Region sind zu dieser einführenden
Gesprächsrunde eingeladen.
Das Forum II am 27. August um 15 Uhr ist gleichzeitig die Eröffnung
der Ausstellung. Im Zentrum der von Magda Schirm,
Friedrich-Ebert-Stiftung, moderierten Gesprächsrunde steht die Frage
"Gibt es eine europäische Kulturpolitik – und wie sieht sie
aus?" Teilnehmer sind Prof. Erika Fellner, MdL, Frankfurt am Main,
Wolfgang Herzer, Galerist, Weiden / Oberpfalz, Barbara Weiler, MdEP, Kassel,
und Klaus Wolbert, Direktor des Instituts Mathildenhöhe, Darmstadt.
Das Konzept der "Grenzgänge" wurde von Susanne Bockelmann
entwickelt. Die der Kunststation Kleinsassen eng verbundene
Künstlerin ist auch für die Realisierung verantwortlich. Das
Projekt wird gefördert durch den Kultursommer Main-Kinzig-Fulda,
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, in Kooperation mit
der Friedrich-Ebert-Stiftung.
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