Zurück   Startseite   Druckversion 15. September 2000/6. August 2004

Grenzgänge im Internet

Kunst und Kultur aus europäischen Grenzregionen

Hofbieber-Kleinsassen. Zu "Grenzgängen" lädt die Kunststation Kleinsassen vom 20. August bis zum 15. Oktober ein. Unter diesem Titel stellt der Kulturtreff am Fuß der Milseburg mehrere europäische Grenzregionen vor. Im Zentrum stehen die Situation der Künstler und das Kulturleben der jeweiligen Region, fernab der Metropolen.

In der Ausstellung "Grenzgänge" vom 27. August bis zum 15. Oktober 2000 zeigen zwölf Künstlerinnen und Künstler aus Friaul-Udine (Italien), Kärnten (Österreich) und der Oberpfalz (Deutschland) ihre Arbeiten aus verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst. Malerei, Grafik, Bildhauerei und Installationen geben einen spannungsreichen Überblick über das Kunstschaffen dieser Regionen. In die Ausstellung integriert werden Werke, die während eines Symposiums in der Heimvolkshochschule Fürsteneck vom 20. August bis zum 2. September entstehen. In der malerischen Umgebung von Burg Fürsteneck treffen sich die Holzbildhauer, Holzschneider, Maler und Installationskünstler zum länderübergreifenden Erfahrungs- und Meinungsaustausch, der unter dem gemeinsamen Thema "Grenze" künstlerisch umgesetzt wird.

Zum Konzept der "Grenzgänge" gehören neben der Ausstellung und dem Symposium zwei Foren in der Kunststation Kleinsassen zur politisch-kulturellen Situation in diesen Regionen. "Künstlerleben: Alles gleich und alles anders?" lautet das Thema des Forum I am 26. August um 18 Uhr, in dem die beteiligten Künstler über ihre Situation berichten. Allen "Grenzgängern gemeinsam" ist, am Rande ihres eigenen Landes und damit an der Grenze zu zwei anderen Kulturen zu leben. Friaul grenzt an Slowenien und Österreich, die Oberpfalz an Tschechien und Österreich, Kärnten an Slowenien und Italien. Welche Chancen hat die Kunst in Randgebieten? Wie stark hängt es vom Einsatz einzelner Künstler oder anderer Idealisten ab, eine Region mit kulturellen, künstlerischen Aktivitäten zu beleben? Alle Künstler und Kunstinteressierten aus der Region sind zu dieser einführenden Gesprächsrunde eingeladen.

Das Forum II am 27. August um 15 Uhr ist gleichzeitig die Eröffnung der Ausstellung. Im Zentrum der von Magda Schirm, Friedrich-Ebert-Stiftung, moderierten Gesprächsrunde steht die Frage "Gibt es eine europäische Kulturpolitik – und wie sieht sie aus?" Teilnehmer sind Prof. Erika Fellner, MdL, Frankfurt am Main, Wolfgang Herzer, Galerist, Weiden / Oberpfalz, Barbara Weiler, MdEP, Kassel, und Klaus Wolbert, Direktor des Instituts Mathildenhöhe, Darmstadt.

Das Konzept der "Grenzgänge" wurde von Susanne Bockelmann entwickelt. Die der Kunststation Kleinsassen eng verbundene Künstlerin ist auch für die Realisierung verantwortlich. Das Projekt wird gefördert durch den Kultursommer Main-Kinzig-Fulda, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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