China - Tagebuch von Veronika Zyzik
7. Tag - Sonnabend, 22. April 2000
Ich habe Heimweh, aber es wird schnell durch das dichte Programm
verdrängt. Heute dürfen wir etwas später
frühstücken. Dann geht es wieder mit Eskorte in Richtung Berge.
Im Städtchen Qing Zhou besichtigen wir ein Völkerkundemuseum. Zu
den ausgestellten Exponaten gehören über 600 Skulpturen, die
meisten davon Buddha-Statuen aus der Tang Dynastie (618 bis 907 n. Chr.).
Die Gesichter der Buddhas lächeln zauberhaft.
Zum Mittagessen empfängt uns der Bürgermeister. Ich darf an
seiner rechten Seite sitzen. Auf dem Rückweg halten wir bei einer
Diamantenstrasse, bewundern die Steine, Jade-Anhänger und
Mini-Skulpturen. Unendlich weit ziehen sich die Industrielandschaften.
Tausende von Gewächshäusern, mit blauer Folie bedeckt, wachsen
zu einem Meer zusammen. Armut und Schlichtheit kennzeichnen diese Gegend.
Abends besuchen wir die Ausstellung eines hiesigen Künstlers.
Traditionelle Tuschemalerei prägt seine Arbeiten: Blumen,
Landschaften, Tiger, Hähne. Wir schauen dem Künstler beim Malen
zu: Riesige Pinsel, schnelle Farbenführung. Gekonnt! Toll!
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