|
3. Juni bis 16. September 2012Mozart Bilder KlangBilder aus zwei Jahrhunderten zu Mozarts OpernIm Rahmen des Festivals Kultursommer Main-Kinzig-Fulda 2012, gefördert vom Land Hessen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, zeigt die Kunststation Kleinsassen neben der Ausstellung "Günter Grass - Graphik und Skulptur" eine zweite große Bilderschau: "Mozart Bilder Klang". Kurator Günter Troll, Stuttgart, führt in die bezaubernde Bilderwelt der Ausstellung. Umrahmt wird die Eröffnung von virtuos vorgetragener Musik. Silja Müller, Geige, und Antonie Müller, Klavier, spielen von J.A.Mozart das Adagio E-dur KV 261 und das Concerto D-dur KV 211, Maximilian Möller bringt die Klaviersonate a-moll KV 310 zu Gehör. Vorbereitet und zusammengestellt wurde das Musikprogramm von den Pianisten Maja und Sergej Zirkunow, Fulda.
Mozart verlor über die Jahrhunderte nichts von seiner Anziehungskraft und ist auch heute noch in seiner Aktualität und Popularität ungeschlagen. So inspirierte er von jeher die Künstler, die besonders im 19. Jahrhundert die Verschmelzung von Malerei und Musik, von Farben und Tönen anstrebten. Mit dieser "Hommage an Mozart" versuchen wir eine ungewohnte Annäherung an den Genius der Musik. Die Ausstellung zeigt in einer einzigartigen Zusammenstellung bedeutende graphische Werke, sowie weitere Objekte, die in Verbindung mit dem Musiktheater entstanden. So werden beispielsweise Max Slevogts (1868-1932) Randzeichnungen zur Originalpartitur von Mozarts "Zauberflöte" ausgestellt. Slevogts Radierungen und Aquarelle zeigen seine phantastischen und humorvollen Bildideen zu Mozarts "Zauberflöte". Die einzelnen Motive sind Bildschöpfungen von zarter Farbigkeit. Der "Frankfurter Expressionismus", welcher im engen Zusammenhang mit dem Intendanten Karl Zeiss steht, erlangte damals Weltruhm.
In diesem Umfeld ist auch der Bühnenmaler Ludwig Sievert (1887-1966) einzuordnen. Er setzte sich ausgiebig mit Mozarts "Zauberflöte" auseinander und ist in der Ausstellung mit seinen berühmten Mannheimer Aquarellen von 1916 vertreten. Der Maler, Graphiker und Architekt Bernhard Pankok (1872-1943) wurde durch seine Bühnenausstattungen von Opern international bekannt. Zur Berliner Inszenierung von "Cosi fan tutte" (1922) fertigte er eine Serie von Farblithographien. Johannes Grützke (* 1937), Maler der neuen Prächtigkeit, schuf 1983 unter der Regie von Peter Zadek Kostümentwürfe für "Die Hochzeit des Figaro" des Staatstheaters Stuttgart. Die aufsehenerregende Inszenierung von Zadek und die provokanten Ausstattungs- und Kostümentwürfe von Grützke stellten eine große Herausforderung für das eher konservativ eingestellte Stuttgarter Publikum dar.
Außergewöhnlich und erst zu neuem Ruhm gelangt sind Lotte Reinigers Silhouetten-Filme. Lotte Reiniger (1899-1981) gilt weltweit als eine wichtige Pionierin des Films. Dazu verhalf ihr nicht zuletzt der von ihr erfundene Silhouetten-Trickfilm. Dabei inspirierte sie die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. So entstand 1930 der Film "Zehn Minuten Mozart", 1935 "Papageno", später folgten "Die Hochzeit des Figaro" und die "Entführung aus dem Serail". Lotte Reinigers Scherenschnitte und Mozartsilhouetten sind voller Grazie und Musik. In jedem Fall sind sie ein Opernfest für das Auge. Der Film ist in der Ausstellung zu sehen. Die Ausstellung zeigt rund 100 Werke aus den letzten 100 Jahren der Mozart-Rezeption, darunter Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen und Lithographien von Max Slevogt, Ludwig Sievert, Bernhard Pankok, Lotte Reiniger, Johannes Grützke und anderen. Sie führen mit Illustrationen und Bühnenbildentwürfen in die vielfältige Motiv- und Klangwelt von Mozart und dessen Opern ein.
Die Ausstellung wird unterstützt durch
|
Letzte Änderung Menu: 21. Mai 2013 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||