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9. Oktober bis 4. Dezember 2011
Venezia Illuminata - irdische Schönheit und abgründige Tiefe
Venedig in Bildern des afrikanischen Künstlers Zaki Al-Maboren
Wenn sich ein Künstler an Venedig wagt, dann hat er große
Vorbilder. Seit der Barockzeit ist Venedig eines der wichtigsten Zentren der
abendländischen Kunst. Die berühmtesten Maler, Bilderhauer, Dichter
und Musiker zog es nach Venedig, um hier zu arbeiten. Bellini, Tizian,
Vivaldi, Wagner und nun auch Zaki Al-Maboren, ein Künstler, der die
Kulturen Afrikas und Europas miteinander vereint. Ganz im Stil der
venezianischen Maler dominiert auch in den Bildern von Zaki Al-Maboren Licht
und Farbe.
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Im Atelier |
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Venedig 2 |
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Zaki Al-Maboren ist sich der großen Vorbilder spielerisch bewusst. Er
lässt sich weder von der kunsthistorischen Bedeutung Venedigs noch von
dessen klischeehaften Abbild beeinflussen. Er nimmt wie viele Künstler
vor ihm die Atmosphäre der Stadt in sich auf und malt seine Sicht der
Dinge: kunterbunte Vielfalt, sprühendes Leben, leuchtende Schönheit
und geheimnisvolle Tiefe. Zaki Al-Maboren, das sieht man auf den ersten Blick,
ist von der Architektur der Stadt fasziniert. Er malt Häuser und Fassaden
umgeben von dem tiefen Blau des Wassers. Seine Malerei ist kein bloßes
Abbild der Stadt und es schwimmen auch keine Gondeln auf seinen Bildern. Wie
auf allen Arbeiten des afrikanischen Künstlers dominiert die Farbe in
einer Leuchtkraft, die an sonnendurchflutete Fenstermalerei erinnert. Seine
Bilder erhalten durch die Edding-Tusche-Mischtechnik Tiefe und Glanz, die das
Herz erwärmen und die Augen erstaunen lassen.
Die Häuserfassaden in den Arbeiten sind gold glänzend in ein Licht
getaucht, wie es die tief stehende Sonne manchmal zaubert. Die
großflächige mit Rottönen verwobene Malerei ist von feinsten
dunklen Strichen durchzogen, in der sich Architekturelemente nebeneinander
reihen: Türen, Fenster, Säulen und Dächer. Die Bilder sind
flächig, ornamenthaft und grazil. Bei aller Akribie der Darstellung sind
sie mit einer Leichtigkeit gemalt, die an schönste Kinderzeichnungen
erinnert. Wollte Paul Klee nicht wieder lernen zu malen wie ein Kind? Zaki
Al-Maboren hat sich die kindliche Unbeschwertheit immer bewahrt und sie in
seine perfekt inszenierten Bilder integriert. Sie sind streng komponiert und
dennoch märchenhaft verspielt.
Andere Bilder von Venedig wirken so, als hätte Hundertwasser hier gebaut.
In einem Bild erhebt sich über unzählige Etagen ein Haus aus
grünen, blauen und gelben Elementen, eine Architektur ohne gerade Linie.
Dieses Spiel aus Formen und Farben könnte endlos weitergehen und
würde niemals langweilig werden, weil es pure Lebendigkeit ausrückt,
auch wenn kein einziger Mensch auf diesem Bild zu sehen ist. Rechts und links
geht die grüne Fassade langsam in ein tiefschwarzes Blau über, das
die Helligkeit des Hauses noch mehr zum Strahlen bringt.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 09.10., 15 Uhr eröffnet und dauert bis
zum 04.12.2011.
Text: Martin Ganzkow (Kulturwissenschaftler, Derneburg)
Fotos: Andreas Fischer
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Kurzvita Zaki Al-Maboren:
1959 geboren in Artul (Sudan)
1983 Absolvent des Fachbereiches Graphik Design (BA) College of Fine and Applied Art, Khartoum
1987 Sprachkurs beim Goethe-Institut, Iserlohn
1993 Magister Artium (MA) in Kunstwissenschaften und Politikwissenschaften
- Universität Kassel, Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung
2005 Einer der Preisträger zur Kasseler Bewerbung zur Kulturhauptstadt
Europas "Kassel gewinnt"
2007 Förderpreis der Dr. Wolfgang-Zippel-Stiftung der Stadt Kassel
Seit 1993 freischaffender Künstler mit Atelier im Kunsttempel
(gegenüber Stadthalle). Lebt und arbeitet in Kassel
Verheiratet, 2 Kinder
Auswahl Einzelausstellungen:
1995 Iwalewa - Haus der Universität Bayreuth. 1997 Galerie des
Forschungsinstituts der FES Bonn. 2008 Bayern Forum München
2003 Museum Rade - Schloss Reinbeck / Hamburg
1998-2003 Galerie am Parktheater, Iserlohn. Goethe-Institut und Stadt Iserlohn.
"Dein Land mit meinen Augen" Goethe-Institut Inter Nationes, Hamburg.
Goethe-Institut Inter Nationes Rothenburg und Göttingen
2006/07 "Agri cultura" Kassel, Speyer, Saarbrücken und Darmstadt
- Das Programm der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung Hessen,
Reinland-Pfalz und Saarland (Katalog)
2009 Ortung VI (jurierte Ausstellungl) der Stadt Schwabach.
Rashid Diab Arts Centre - Khartum - Sudan (Katalog)
2010 Tatort 3, Kunsttempel, Kassel. "Black Box" Kunstverein e.V.
Eschwege, Hochzeitshaus
Auswahl Gruppenausstellungen:
1997 Zeitgenössische sudanesische Kunst. Kunstsalon, Köln
1999 Kunst im Exil. Galerie im Artium CCS, Suhl (Katalog). Schweizer
Künstlermesse '99, St. Gallen, die Schweiz. (Katalog)
1999-2000 Eu-MAN, Turku (Katalog). Autumn salon, Stoa Cultural Centre.
Helsinki, pARTicipation zu Helsinki Eu-Kulturhauptstadt 2000 (Katalog)
2001-2007 Kunsttempel - Kassel, Karambolage, Videoinstallation.
Schutzraum (Positionen zum Krieg). Kaaba; das Eckige Haus
2009 Projekt Ortung VI des Kulturamtes der Stadt Schwabach (Katalog)
2010 Hausbesuche, Kasseler Kunstverein, Museum Fridericianum
2011 Eine Art Aufruhr: Aktuelle Kunst in Position zu Politik.
Galerie am Lützowplatz, Berlin
Arbeiten im öffentlichen Raum:
FES Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin
Goethe-Institut, Göttingen
BCG Boston Consulting Group, Stuttgart
ABB Asea Brown Boveri AG, Bonn/Berlin
Unternehmens-Club Oberfranken, Bayreuth
Iwalewa - Haus der Universität, Bayreuth
Sippel Holzbau, Kassel, Lohfelden
Fehr GmbH, Kassel Lohfelden
Keramchemie, Siershahn
GFA terra Systems, Hamburg
Buddy Bär GmbH, Berlin
LSV Landwirtschaftliche Sozialversicherung, Darmstadt
Westermann Gerüstbau, Kassel
Immunolab GmbH, Kassel
Dittmar Westhelle, Assenmacher, Zwingmann & Partner
Rading Transporte, Morschen
LG-Niederlassung, Khartoum / Sudan
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Eintritt / Führungen:
3,00 € Erwachsene
1,50 € Schüler, Studenten, Azubis, Behinderte
6,00 € Familienkarte
2,00 € Führung (+ Eintritt)
50,00 € Sonderführung (+ Eintritt)
Ermäßigung für Gruppen: je 10 Zahler eine Freikarte
Öffnungszeiten: Di - So, 13 - 18 Uhr
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Letzte Änderung Menu: 22. Mai 2013
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