Zurück   Startseite   Druckversion 3. Februar 2010

Von Leichtigkeit bis Erdenschwere

Die Ausstellung "Skulpturen aus Ton" wird zum Raumerlebnis

Von Beatrix Nolte-Schunck.

Kleinsassen. Ein besonderes Raumerlebnis bietet sich bis zum 20. Mai in der Kunststation Kleinsassen: Die Ausstellung "Skulpturen aus Ton", die jetzt eröffnet wurde, ist ein echter Hingucker.

Dafür sorgen die schwärzlichen Bodenarbeiten von Jochen Brandt und die weißen Wandobjekte Thomas Jan König. "Wir lassen das Erdenschwere der Brandtschen mit der Leichtigkeit der Königschen Werke in Zwiesprache treten", erläuterte Peter Ballmaier, Leiter der Kunststation, und freute sich mit den Vernissage-Gästen über die sehr gelungene Zusammenschau. "Die Einfachheit und Zurückgenommenheit solcher Formen mit ihrer starken Raumwirkung liebe ich sehr", hob er hervor. Nicht nur Fotografen wie unser Mitarbeiter Ralph Leupolt ließen sich von Formsprache, Anordnung sowie Licht- und Schattenvarianten der Arbeiten faszinieren. Auch die übrigen Besucher spürten, dass der Raum gerade bei dieser Präsentation ausgesprochen ernst genommen wird, auch wenn (oder: gerade weil) die Objekte mit ihm spielen.

Wie Ballmaier beim Vorstellen der Ausstellenden betonte, sind beide vielfach ausgezeichnet worden und haben ihre Werke schon in etlichen Präsentationen gezeigt. Brandt ist seit 2002 Professor am Institut für künstlerische Keramik und Heißglas der Fachhochschule Koblenz in Höhr-Grenzhausen, wo auch König studiert hat. Dieser lebt an der holländischen Grenze und hat seit 2000 in den Niederlanden Lehraufträge an verschiedenen Instituten angenommen.

Brandt nennt seine Objekte "Lehmwerke". Die innen hohlen Tonkörper entstehen nach gekneteten Modellfigürchen, "und die Größe der Objekte entspricht dem Radius meiner Arme." Brandts Ziel ist es, dass der Raum durch die Arbeiten "umschmiegt wird". Außerdem weist er darauf hin, wie sehr der Ausdruck seiner Arbeiten durch Standortwechsel der Betrachter variiert. Die schwärzliche Farbe kommt durch eingebrannten Kohlenstoff zustande, "wobei die Farbe nur die Formen unterstreichen soll." Durch sie wirken die Objekte "besonders konkret, kratzig und gut fassbar wie Scherenschnitte", betont der 1960 geborene Künstler.

König (Jahrgang 1966) benutzt für seine Arbeiten die Töpferscheibe, auch wenn man dies einigen seiner filigranen Werke nicht ansieht. Doch bei den etwa 310 Schleifen beziehungsweise Schlingen aus Steinzeug sieht man etwa Druckstellen und durchlaufende Ränder. Diese Schlaufen "überspringen" sozusagen die Ecke eines Raumes und schließlich auch diesen selbst. Mit dem Werk will König "gesellschaftliches Miteinander, aber auch Unterschiede zwischen den Individuen zum Ausdruck bringen."

Es gibt viel zu entdecken bei dieser Ausstellung, die dienstags bis sonntags zwischen 13 und 17 Uhr in der Kunststation Kleinsassen zu sehen ist.

Aus: Fuldaer Zeitung vom 3. Februar 2010


Zurück   Seitenanfang
P. Klingebiel, Fulda

Pferde. Kunst von der Antike bis heute
 30.5. bis 10.10.2010
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Vorbericht zur Ausstellung
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Hubert E. Rockenberger
 20.8. bis 10.10.2010
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung

Sparkasse Fulda

Uewag Fulda

Ulenspiegel in der Kunststation Kleinsassen

Café in der Kunststation
Geöffnet: dienstags - sonntags, 11 - 18 Uhr

Internet-Ausstellungen
Kunstakademie Krakau
Ulrike Kuborn - Rotation
Jana Schwarz in Gersfeld
Fotoimpressionen vom Umbau
Bildhausymposium 2004
Kleine Molakana-Galerie
Zeitgenössische Steinbildhauerei
Petra Lange
Kompositum Fabel
Kunst aus Indien
Grenzgänge
RhönSalon 2000
Die Hälfte des Himmels
BBK Frankfurt / Main

Jahresprogramm 2007

Öffnungszeiten der Kunststation:
dienstags - sonntags, 11 - 18 Uhr,

Vorläufiges Programm 2010
Seminarprogramm 2010

Weg zur Kunststation

Nachricht an die Kunststation
Kunsttelegramm der Kunststation

Ausstellungen 2009

Die Gestaltung der Homepage basiert auf dem Flyer zur aktuellen Ausstellung
Pferde. Kunst von der Antike bis heute
und zeigt das Kunstwerk des Monats:
Carl Constantin Steffeck: Reiterporträt, 1867, Öl auf Leinwand, 74 x 95 cm
Den eleganten Reiter auf braunem Vollblut stellt Steffeck (1818 - 1890) in einer Allee vermutlich in Berlin vor sonnenbeschienenen Häuserfassaden dar. Bei dem Reiter soll es sich - nach mündlicher Überlieferung - um die Darstellung des Prinzen Karl von Preußen handeln. Steffeck war neben den Münchner Pferdmalern der Familie Adam der beste deutsche Pferde- und Hundemaler der 2. Jahrhunderthälfte und Schüler des berühmten Berliner Malers Franz Krüger.

Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).