Zurück   Startseite   Druckversion 28. Juni 2010

Pferde - Kunst von der Antike bis heute

Aktuelle Ausstellung der Kunststation Kleinsassen

Von Angela Kredig.

Kleinsassen. Dalí, Picasso, Liebermann, Lovis Corinth, Franz Marc, Franz von Stuck, Gilpin, Stubbs, Delacroix, Rembrandt, Goya, Wouwerman, Leonardo da Vinci, Donatello, Dürer, Cranach... die Liste großer und größter Künstler ließe sich noch um einige verlängern. Sie alle sind in der aktuellen Ausstellung der Kunststation Kleinsassen zu sehen und bescheren der renommierten Galerie in dem osthessischen Malerdorf eine wahre Sensation.

Drei Jahrtausende Kunstgeschichte werden hier anhand von zahlreichen Meisterwerken gezeigt und erlauben so einen Spaziergang durch die Zeit, der in den Höhlen von Lascaux (ca. 17.000 v. Chr.) seinen Anfang nimmt, durch die griechische und römische Antike führt, das erste Kaiserreich Chinas streift und die europäischen Epochen vom Mittelalter bis in die Moderne durchschreitet. Das Thema "Pferde" eröffnet dabei faszinierende Perspektiven auf die Darstellungskunst der Maler, Grafiker und Bildhauer, aber auch auf den Zeitgeschmack der jeweiligen Epoche. Nicht zuletzt illustriert die Schau das Verhältnis der Menschen zum Pferd und in Folge dessen auch die geschichtlichen Schwankungen in diesem Verhältnis, die dazu führten, dass sich die Rolle aber auch die Wertschätzung des Tieres ständig veränderte.

Da Pferde von der Steinzeit an den Menschen begleiten, sei es als Nahrungsmittel oder später als Nutztier für den Ackerbau, das Militär, das Transportwesen, den Sport und schließlich für das Freizeitvergnügen, für das sie bis heute eine große Rolle spielen, ist es umso erstaunlicher, dass diese Ausstellung die erste ist seit 1936, die das Thema "Pferde in der Kunst" wieder aufgreift. Dass sie darüber hinaus so hochkarätig bestückt, so kenntnisreich zusammengestellt und so ansprechend gestaltet ist wie keine andere Sammlung zum Thema, ist dem Kunsthistoriker Dr. Michael Imhof zu verdanken.

Der Petersberger, der sich mit dieser Schau zum ersten Mal als Kurator präsentiert, und seit Jahren einen erfolgreichen Verlag für Kunstbücher und Reiseliteratur führt, hat nun einen Kurzführer aufgelegt, in dem er die großen Linien und geschichtlichen Zusammenhänge beleuchtet, die auch in der Ausstellung durch die Zusammenstellung der Werke und die räumliche Gliederung plausibel werden. Leicht lesbar und mit zahlreichen Abbildungen versehen, ist diese Publikation nicht nur den Besuchern der Ausstellungen, sondern allen Kunst- und Kulturinteressierten, aber auch Tierfreunden und geschichtlich Interessierten wärmstens zu empfehlen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Oktober 2010 in der Kunststation Kleinsassen zu sehen. Öffnungszeiten: Di - So 11 - 18 Uhr. An der Milseburg 2, 36145 Hofbieber-Kleinsassen, Tel.: 06657-8002.

Eintritt: 7,50 EUR, Kinder und Schüler 1,50 EUR, Familien, 15 EUR, Gruppen pro Person 6,50 EUR, Führungen SO, 16 Uhr 2,50 EUR/ Person + Eintritt, Sonderführungen nach Voranmeldung 55 EUR + Gruppeneintritt

Aus: Fuldaer Nachrichten vom 28. Juni 2008, Artikel mit vielen Fotos der Ausstellung.

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Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).

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