Zurück   Startseite   Druckversion 18. Juni 2010

Pferde - Kunst von der Antike bis heute

Sonderausstellung mit 300 Werken

Kleinsassen. Noch bis zum 10. Oktober 2010 zeigt die Kunststation Kleinsassen die Ausstellung "Pferde - Kunst von der Antike bis heute". "Die Ausstellung ist eine Sensation für das osthessische Malerdorf und derzeit die größte Sonderausstellung Hessens", heißt es in einer Pressemiteilung der Kunststation. Die Ausstellung sei die erste Schau seit 1936, die das Thema Pferde in der Kunst aufgreife. Überhaupt sei sie die einzige Sammlung, die es mit einer solchen Fülle hochkarätiger Arbeiten illustriert. Gezeigt wird ein nahezu vollständiger Abriss der Kunstgeschichte anhand von über 300 Gemälden, Grafiken und Skulpturen, in denen das Pferd ein Thema ist. Dabei spannt sich der Bogen von der Urzeit, die mit Knochenschnitzereien und der Nachbildung einer Höhlenzeichnung aus der Höhle von Lascaux beginnt, über die Antike mit griechischen Kleinplastiken, Vasen, chinesischen Ton-Figuren, das Mittelalter mit Cranach-, Dürer- und Hans Baldung Grien-Grafiken, bis zur Neuzeit mit Drucken von Delacroix oder Goya, Gemälden von Wouwerman, Gilpin, Adam, de Dreux und Schreyer, Skulpturen von Mene, Franz von Stuck und Dalí und Grafiken von Lovis Corinth, Otto Dill und Picasso.

Was der Kurator Dr. Michael Imhof in Kleinsassen zusammengetragen hat, erlaube einen nahezu vollständigen Überblick über drei Jahrtausende Kunstgeschichte. Der besondere Reiz der Ausstellung liege jedoch nicht nur in dem geschichtlichen Überblick, sondern auch in den optisch reizvoll gestalteten Räumen und in der geschickten Einteilung in verschiedene Themengebiete wie Militärpferde, Herrscherportraits, Alltagsszenen, Sporting Art etc. "Diese Kapitel erlauben eine gezielte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Rollen, die das Pferd im Laufe der Zeit für den Menschen übernommen hat und sie beleuchten die Veränderungen in dieser einzigartigen Beziehung zwischen Tier und Mensch", schreibt die Kunststation. Warum sich Dr. Imhof dafür entschieden hat, diese exzellente Sonderschau in der Kunststation Kleinsassen zu zeigen, beantwortet der Kunsthistoriker und Verleger mit der Freiheit, die man ihm hier in der Gestaltung und Konzeption der Ausstellung ließ und mit einem Hinweis auf die großzügigen Hallen der Galerie, die Platz genug bieten für all die Schätze, die nun noch bis in den Herbst in der Rhön zu bewundern sind.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, An der Milseburg 2, 36145 Hofbieber-Kleinsassen, Tel.: 06657-8002. Eintritt: 7,50 Euro, Kinder und Schüler 1,50 Euro, Familien, 15 Euro, Gruppen pro Person 6,50 Euro. Ein Kurzführer zu der Ausstellung ist ab sofort über die Kunststation Kleinsassen und den Imhof-Verlag, Petersberg zu erhalten.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Oktober in Kleinsassen zu sehen.

Aus: Osthessen-News vom 18. Juni 2010

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