Zurück   Startseite   Druckversion 29. April 2010

Jazz in der Galerie - Samstag, 8. Mai 2010, 20 Uhr

Gilbert Paeffgen Trio

Jazz und Einflüsse aus Rock, Ambient und Jungle ergeben einen unverwechselbaren Trio-Sound.

Gilbert Paeffgen Trio

Gilbert Paeffgen - Schlagzeug / Hackbrett
Oli Kuster - Piano
Urban Lienert - Bass

Seit einigen Jahren spuckt die Jazzmaschinerie ein Klaviertrio nach dem anderen aus. Nur wenige dieser Formationen verfügen über die Mischung aus handwerklichem Feinschliff und visionärem Ideenreichtum, die es braucht, um sich vom "courant normal" abzuheben. Das Gilbert Paeffgen Trio ist eine dieser raren magischen Dreieckskonstellationen: magistrale Musiker, die nicht ihr Ego in den Vordergrund stellen, sondern mit vereinten Kräften und maximaler Empathie ein einzigartiges Trio-Konzept hegen und pflegen. Dass auf dem letzten neuen Album "Stolp" nur gerade zwei Fremdkompositionen - ein selten gespieltes Stück von Charles Mingus und ein Volkslied aus Lappland - auftauchen, ist kein Zufall.

Paeffgen agiert als gleichermassen sensibler und impulsiver "Primus inter pares". Er prägt den wunderbar transparenten Bandsound nicht nur durch sein ausserordentlich feinnerviges und vielfarbiges Schlagzeugspiel, sondern natürlich auch durch die hypnotischen Tonkaskaden, die er dem Hackbrett entlockt - nicht selten verschmelzen Klavier und Hackbrett zu irisierenden Klangflächen. Hier sind keine Jazzpuristen am Werk, sondern weltoffene Musiker, in deren Schaffen sich Forschungsdrang und Formbewusstsein die Waage halten. Mit dem verhalten wirkenden, aber zielsicher agierenden Oli Kuster am Piano und Harmonium sowie dem Bassisten Urban Lienert hat er zwei Musiker dabei,die mit Klarheit und Ueberblick für einen Schwebezustand zwischen Trance und Traum und Tanz sorgen.

Von der enorm facettenreichen Musik dieses Trios, das Originalität zum Glück nicht mit Effekthascherei verwechselt, wird man hingerissen und mitgerissen - mal wähnt man sich in einer rätselhaften Traumspirale, mal in einem Schnellzug ohne Notbremse. Man weiss nicht, was man mehr bewundern soll: Den trickreichen Umgang mit vertrackten Grooves, die klangmalerische Raffinesse oder das traumwandlerische Zusammenspiel.

Abendkasse: 10 €, Vorverkauf: 8 €

Eine Veranstaltung der Jazzfreunde Fulda e.V.

Öffnungszeiten Café: Dienstag - Sonntag von 13 bis 18 Uhr.
Das Café ist vor dem Konzert geöffnet.


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