Zurück   Startseite   Druckversion 24. August 2010

Arbeiten von Rockenberger in der Kunststation

Von Bea Nolte-Schunck.

Kleinsassen. Der Titel hat wohl auch Aufforderungscharakter: "NachDENKlichkeiten, Entdeckungen im Quadrat" ist die Ausstellung von Hubert E. Rockenberger überschrieben, die bis 10. Oktober im Atelier der Kunststation Kleinsassen gezeigt wird.

Der Künstler, von Beruf Kunstlehrer und Bauingenieur, hofft auf Betrachter, die sich mit etwas Zeiteinsatz einen eigenen Reim auf seine Werke machen: "Die Arbeiten sollen möglichst wie Gedichte empfunden werden, bei denen man innehält und sie nicht diagonal herunterliest."

Die Bitte passt zur Mehrdeutigkeit, die Rockenberger seinen Objekten und Bildern (nicht nur den quadratischen) mitgibt. Ihm gefällt das fast Verschwiegene des Atelier-Raums der Kunststation. Diese "marginale Betonung" und die typische Atmosphäre einer Kabinett-Ausstellung komme dem Charakter seiner Werke entgegen: "Sie vertragen es nicht, auffällig im Mittelpunkt zu stehen." Rockenberger und Kunststationsleiter Peter Ballmaier waren sich einig, dass diese eher stille Präsentation den Betrachter dazu anregen könne, in der Beschäftigung mit künstlerischen Werken mal für sich selbst zu sein. Der Dank des Kreativen für die "fürsorgliche Aufnahme" in der Kunststation galt besonders Veronika und Alexander Zyzik, die mit ihm die Ausstellung vorbereitet haben.

Veronika Zyzik verlas die Laudatio, die Rockenbergers Künstlerkollege Herbert Lubich für die Vernissage vorbereitet hatte, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst halten konnte. Lubich bescheinigt dem in Breitungen lebenden Thüringer, dass dieser Akzente setze – "nicht so vordergründige, dafür aber sehr wirkungsvolle". Rockenbergers archaisch anmutende Zurücknahme in der Formensprache und die häufig im einfarbigen Bereich angesiedelten Bild- und Objektlösungen seien typisch für sein Schaffen. "Der von ihm bevorzugte lakonische Einsatz der Mittel und der puristische Umgang mit dem Material erfordern geradezu das Experiment", so Lubich.

Rockenberger experimentiert etwa mit dem Rostig-Charaktervollen von alten Blechen, die er in Kunstobjekte einbaut. Dafür steht unter anderem seine Assemblage-Serie "Totenbretter" mit viel hintergründiger Aussagekraft. Voll Gestaltungswitz sind seine 18 gezeigten "Entdeckungen im Quadrat". Was er – sehr lakonisch – unter oder zwischen Glas in die quadratischen Rahmen gebracht hat, ist ausgesprochen sehenswert.

Aus: Fuldaer Zeitung vom 24. August 2010


Zurück   Seitenanfang
P. Klingebiel, Fulda

Freie Malschule
 30.10.2011 bis 04.03.2012
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Labyrinth der Mythen
 11.12.2011 bis 04.03.2012
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Café in der Kunststation
Geöffnet: dienstags - sonntags, 13 - 17 Uhr

Sparkasse Fulda

Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Ulenspiegel in der Kunststation Kleinsassen

Jahresprogramm

Öffnungszeiten der Kunststation:
dienstags - sonntags, 13 - 17 Uhr,

Jahresprogramm 2012
Seminarprogramm 2012

Weg zur Kunststation

Nachricht an die Kunststation
Kunsttelegramm der Kunststation

Ausstellungen 2012
Ausstellungen 2011

Die Gestaltung der Homepage basiert auf dem Flyer zur aktuellen Ausstellung
Im Labyrinth der Mythen.

Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).