Zurück   Startseite   Druckversion 4. Juni 2009/29. September 2009

21. Juni 2009, 11 Uhr

Dali Espanta

Die Vernissage der Salvador Dali-Ausstellung in der Kunststation als surreales Ereignis

Salvador Dali ist ein Phänomen. Seinerzeit war der Spanier (1904-1989) einer der provokantesten Vertreter der neuen Kunstrichtung "Surrealismus", heute gehört er zu den "Ikonen" der Moderne und zu den bekanntesten Malern weltweit. Tatsächlich gibt es kaum jemanden, der nicht seine zerlaufenen Uhren, Frauen mit Schubladen und seine überlangen fantastischen Stelzenwesen kennt. Bilder, die wie Illustrationen von Albträumen wirken und in ihrer archaischen Symbolkraft erscheinen, als hätte der Maler sie direkt aus dem Unbewussten geschöpft.

Max Roth   Vitalij Berg

Fotocollage des Entertainers Max Roth

 

Gemälde von Vitalij Berg

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Das druckgrafische Werk Dalis ist im Gegensatz zu seinen Gemälden weniger bekannt, aber als Spiegel der Persönlichkeit dieses außergewöhnlichen Künstlers ebenso aussagefähig. Auch die große Vielseitigkeit, die künstlerischen Pionierleistungen des Spaniers und seine Einflüsse auf die Alltagskultur der Moderne lassen sich anhand seines druckgraphischen Werkes nachvollziehen, das zeitgleich vom 20.06. bis 25.10.2009 in einer großen, die Grenzen von Hessen und Thüringen überschreitenden Parallel-Schau nahezu vollständig in den Meininger Museen, der Städtischen galerie ada Meiningen und in der Kunststation Kleinsassen gezeigt wird. Jede der drei Stationen präsentiert sich dabei mit einer jeweils eigenen Gestaltung und Themenwahl. Leihgeber der Exponate für diese große vernetzte Ausstellung ist der größte deutsche Sammlungsbestand an Druckgraphiken von Salvador Dali mit zahlreichen vollständigen Zyklen: das DaliBerlin.

Doch Surrealismus war für Dali nicht nur seine Art Kunstwerke herzustellen oder eine bestimmte Bildsprache, deren er sich bedient hat. Surrealismus bedeutete für Dali, die Welt auf seine bestimmte Art und Weise zu sehen, das zu hinterfragen, was die Menschen gemeinhin für Realität halten und die Trennung zwischen Kunst und Alltag, Wirklichkeit und Fiktion aufzuheben. Als Konsequenz aus dieser Haltung bedeutete es für Dali vor allem: Surrealismus war seine Art sich und sein Leben als Gesamtkunstwerk zu inszenieren.

Um diesen Geist lebendig werden zu lassen, hat es sich das Team der Kunststation Kleinsassen zur Aufgabe gemacht, die Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung "Salvador Dali - Mein Dali" in Kleinsassen zu einem wahrhaft surrealen Erlebnis werden zu lassen. So erwarten den Vernissagenbesucher in der Kunststation neben den kenntnisreichen Einführungen von dem Dali-Experten Heinz Ess und von Ralf-Michael Seele, dem Kurator der Ausstellung, eine Performance der Extraklasse mit dem Entertainer und Künstler, Max Roth.

Der gebürtige Kolumbianer mit deutschen Wurzeln lebte selbst 15 Jahre in und um Figueras, der Heimatstadt Dalis, und zwar noch zu Lebzeiten des großen Katalanen. Diverse Anekdoten und der Kontakt mit Freunden und Zeitzeugen verbinden ihn mit dem Künstler, wie auch seine eigene Vorliebe für Skurriles und Surreales. Gemeinsam mit dem in Fulda ansässigen argentinischen Gitarristen Tony Osanah und dem Düsseldorfer Schauspieler Danijel Obens wird der großartige Performer die Besucher der Vernissage in Kleinsassen folglich nicht nur mit Erzählungen und katalanischer Musik beschenken, sondern auch mit einer authentisch-surrealen Erfahrung. Man darf gespannt sein, zumal für Max Roth diese Show seinen Einstand im Fuldaer Land markiert: Im Juni wird er in die Rhön ziehen, von wo aus er seine internationalen Kontakte weiter pflegen und die osthessische Kunst- und Musikszene sicher um einige Überraschungen bereichern wird.

Die Vernissage der Ausstellung "Salvador Dali - Druckgrafik aus dem DaliBerlin" wird am Sonntag, 21. Juni 2009, 11 Uhr in der Kunststation eröffnet. Ein Ticket kostet 15 Euro, inkl. Performance, Getränk und spanischen Tapas der Fuldaer "Casa Espana".

Tickets zur Vernissage in Kleinsassen

  • Kunststation Kleinsassen, An der Milseburg 2, 36145 Hofbieber-Kleinsassen, Telefon 06657-8002
  • per Mail kunststation_kleinsassen@web.de
  • Fuldaer Zeitung, Telefon 0661-280-644.

Regelmäßige Öffnungszeiten an allen Ausstellungsorten

  • Kunststation Kleinsassen: Di - So, feiertags 13 - 18 Uhr
  • Städtische galerie ada Meiningen: Di - So, feiertags: 15 - 20 Uhr
  • Meininger Museen Schloss Elisabethenburg: Di - So, feiertags: 10 - 18 Uhr

Sponsoren

Die Ausstellung dauert bis zum 25.10.2009 und verdankt ihr Zustandekommen folgenden Förderern:

  • Rhön-Rennsteig-Sparkasse
  • Stiftung der Sparkasse Fulda
  • Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
  • Gothaer Allgemeine Versicherung AG
  • Fuldaer Zeitung
  • Kultursommer Main-Kinzig-Fulda, gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, unterstützt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Eintritt (außer zur Vernissage in Kleinsassen)

  • Kinder bis 6 Jahre: frei
  • Erwachsene, einzel: 10 €
  • Ermäßigt (Schüler, Studenten, Azubis, Wehrdienstleistende, Behinderte etc.): 7 €
  • Schulklassen im Verband ab 10 TN (2 Begleitpersonen frei): je 2 €
  • Familienkarte (2 Erwachsene, 2 Kinder bis 16 Jahre): 25 €
  • Kombiticket zum einmaligen Besuch aller 3 Ausstellungsorte: 18 €
  • Aufpreis pro Führung und Person: 2 €

Weitere Informationen unter www.meiningen.de oder telefonisch unter 03693-44650.

Führungen

Berauschend vielfältig ist das graphische Werk Salvador Dalis, geheimnisvoll und verwirrend die Bildsprache und ihre Hintergründe. Die Führungen geben wichtige Hilfen, das graphische Werk Dalis besser zu verstehen und tiefer zu sehen.

  • Städtische galerie ada Meiningen: sonntags 11 Uhr, gerade Tage
  • Meininger Museen Schloss Elisabethenburg: sonntags 11 Uhr, ungerade Tage
  • Kunststation Kleinsassen: mittwochs 17 Uhr und sonntags 16 Uhr und während der Kunstwoche (09.-16.08.2009) täglich
  • Sonderführungen nach Vereinbahrung.

Text: Marianne Blum, Kunststation Kleinsassen.

Kultursommer Main - Kinzig - Fulda

Stiftung der Sparkasse Fulda

Fuldaer Zeitung


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Weg zur Kunststation

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Kunsttelegramm der Kunststation

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Die Gestaltung der Homepage basiert auf dem Flyer zur aktuellen Ausstellung
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und zeigt das Kunstwerk des Monats:
Carl Constantin Steffeck: Reiterporträt, 1867, Öl auf Leinwand, 74 x 95 cm
Den eleganten Reiter auf braunem Vollblut stellt Steffeck (1818 - 1890) in einer Allee vermutlich in Berlin vor sonnenbeschienenen Häuserfassaden dar. Bei dem Reiter soll es sich - nach mündlicher Überlieferung - um die Darstellung des Prinzen Karl von Preußen handeln. Steffeck war neben den Münchner Pferdmalern der Familie Adam der beste deutsche Pferde- und Hundemaler der 2. Jahrhunderthälfte und Schüler des berühmten Berliner Malers Franz Krüger.

Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).