Zurück   Startseite   Druckversion 17. März 2009

5. April bis 14. Juni 2009

Die Künstlergruppe k:sechs

Obwohl sich die Maler und Bildhauer der Gruppe "k:sechs" um den Burghauner Künstler und Galeristen Günter Liebau geschart haben, ist die Formation alles andere als regional. Aus dem gesamten Bundesgebiet stammen die Mitglieder und ebenso unterschiedlich wie ihre Herkunft sind ihre Stile und Bildsprachen. Ausschlaggebend dafür, sich aus der langen Liste der Künstler, die bereits in seiner Galerie ausgestellt haben, gerade für diese Protagonisten zu entscheiden, war für Liebau einzig und allein die Qualität der Arbeiten und dass der jeweilige Künstler einen unverwechselbaren Stil hat. Sei es die "Handschrift", die Darstellungsweise, die Sicht auf bestimmte Themen oder die Farbwahl, das Werk muss dem Betrachter sofort ins Auge springen und seinem Erschaffer zuzuordnen sein. All das bringen diese Künstler mit.

k:sechs   k:sechs

Michael Jastram
Sonnenwagen, Bronzeskulptur

 

Konrad Hummel
Concerto Grosso VI

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So erschafft der aus dem Baden-Würtembergischen Göppingen stammende Konrad Hummel durch ineinander verwobene und übereinander liegende Farbflächen traumhafte, imaginäre Räume auf seinen Leinwänden, während sich die Kasseler Malerin Christine Reinckens vor allem mit dem Thema Mensch auf ihren farbintensiven realistischen Gemälden auseinandersetzt. Dem Frankfurter Maler Jörg von Kitta-Kittel dagegen geht es in seinen Bildern weniger um die Darstellung der wahrnehmbaren Welt. Die Wirklichkeit ist ihm höchstens Anlass, seine fantastischen unlogischen, oft witzig-absurden Motive in farbig expressiv-dynamischer Art und Weise auszudrücken. Von ähnlicher Kraft sind die archaisch anmutenden Bronzen des Berliner Bildhauers Michael Jastram. "Krieger", "Gladiator" oder "Sonnenwagen" heißen seine Skulpturen und eröffnen allein schon durch diese Titel Assoziationsketten, die einen in vorchristliche Zeiten zurückversetzen. Demgemäß formt er seine Figuren auch so, dass sie wie mit bloßen Händen aus Erde hergestellt wirken, aber auch wie Funde aus archäologischen Ausgrabungen, inklusive der Verletzungen und Fehlstellen, die Kunstwerke oft durch das lange Verschüttet-Sein erleiden. Ein ganz anderes Verständnis von Figuration hat die Bremer Bildhauerin Claudia Krentz. Ihre Bronzebüsten und Köpfe haben in ihrer klaren Reduziertheit, die an Constantin Brancusi erinnern, etwas beruhigend Meditatives. Damit die Zahl der sechs Künstler der Gruppe "k:sechs" vollständig ist, fehlt noch Günter Liebau selbst, über den man allerdings im Fuldaer Land kaum etwas sagen muss, so bekannt ist er. Vielerorts sind seine Stahlskulpturen und seine strukturierten Materialcollagen zu finden, die ebenso um die Farbe Blau, wie um die Darstellung haptischer Reize kreisen. Ähnlich wie bei den Stämmen verschiedener Baumarten, hat dabei jedes seiner oft leuchtend monochromen Bilder eine eigene Riffelung und einen ganz eigenen individuellen Charakter. Eine Zuschreibung, die auf alle sechs Künstler der Gruppe "k:sechs" zutrifft.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 5. April, um 16 Uhr eröffnet und dauert bis zum 14. Juni.

Eine Parallelschau wird vom 24. April bis zum 21. Juni in der Galerie Liebau in Burghaun zu sehen sein.

Regelmäßige Öffnungszeiten der Kunststation und des Cafés: Di - So 13 - 17 Uhr. Eintritt 3 €, ermäßigt 1,50 € (auch an Vernissagentagen), Kinder und Schüler frei. Führungen nach Vereinbarung.

Text: Marianne Blum.


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