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Ein expressiver "Doppelpack"Alexander und Veronika Zyzik stellen ihre Arbeiten in Kleinsassen ausVon Bea Nolte-Schunck Kleinsassen. Ein Künstlerehepaar stellt in Kleinsassen im expressiven "Doppelpack" vor allem Menschenbilder aus: Alexander und Veronika Zyzik, die aus Polen stammen und in Wüstensachsen leben, präsentieren in der Kunststation insgesamt 87 neue Werke. Dass die beiden Zyziks nicht zuletzt durch gemeinsame Liebe zur Malerei verbunden sind, aber jeweils eigenständig arbeiten, deutet sich am Eingang der sehenswerten Ausstellung an: Dort sitzen sie als gegenseitiges Porträt Rücken an Rücken beim kreativen Tagwerk. Elmar Hegmann, Vorsitzender des Jungen Kunstkreises Hünfeld, bescheinigte Veronika und Alexander Zyzik vor den zahlreichen Vernissage-Gästen, "ein mächtiges Stück Unmöglichkeit in ihrem Leben und Wirken möglich gemacht zu haben". So sei es ihnen gelungen, aus einer Schülerliebe bereits viele Jahre harmonischen Gleichklangs wachsen zu lassen. Außerdem höre eine Partnerschaft normalerweise dann auf, wenn beide Beteiligte im selben Genre erfolgreich seien. Nicht aber bei den Eheleuten Zyzik: "Sie sind selbstsicher genug, um auch bei Ausstellungen ihre Zusammengehörigkeit zu betonen. Da gibt es keine Angst vor Konkurrenz", sagte Hegmann. Schließlich hätten beide trotz gleicher Ausbildung (Malerei und Freie Kunst bei Professor Kurt Haug an der Gesamthochschule Kassel) zu individueller Artikulation gefunden. Anhand der Arbeiten skizzierte Hegmann die "ausgeprägten Handschriften" unter dem Vorzeichen des Realismus. Veronika Zyzik sei spontaner, ungeduldiger und gefühlsbetonter als ihr Mann und habe die Gabe, mit einem Blick Stimmungen oder emotionale Zusammenhänge zu erfassen. Dies setze sie konsequent in die Bildsprache um, wobei sie sich in verschiedenen Facetten immer mit dem Menschen auseinandersetze. Oft bringe sie ihre Motive sehr dicht vor den Betrachter. Dafür stehen beispielsweise eindrucksvolle Arbeiten mit dem Titel "Träumerin". Manche Akte sind stark expressiv gestaltet. Grundsätzlich betonte Hegmann: "Seit etwa zwei Jahren ist bei Veronika Zyzik wieder eine intensivere Hinwendung zu realistischer Darstellung erkennbar." Bei ihrem Ehemann Alexander zeige sich eine Veränderung des realistischen Verständnisses. "Während er früher seine Ausgangsposition stets aus realen Fakten bezog, benutzt er nun auch völlig abstrakte Ansätze für seine Farb- und Formkompositionen, für spannungsreiche, nonfigurale Inszenierungen", erklärte Hegmann. Zyziks präsentierte Arbeiten stellten nicht zuletzt die von ihm praktizierte Harmonie zwischen den Richtungen "abstrakt" und "realistisch" dar. Eine solche Harmonie prägt zum Beispiel die feinsinnigen Miles-Davis-Bilder mit dem Titel "Abklang". Wilhelm Mons dankte dem Ehepaar im Namen der Kunststation, dass es sich um das Wohl dieser Einrichtung kümmere. Aus: Fuldaer Zeitung vom 8. April 2008
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