Zurück   Startseite   Druckversion 14. August 2008

7. September bis 26. Oktober 2008

Waldo Dörsch - Retrospektive

Waldo Dörsch entstammt einer alten Rhöner Familie und ist der Sohn des Holzschnitzers Louis Dörsch. Auch Waldo sollte Holzschnitzer werden und absolvierte eine Holzschnitzerlehre in der Werkstatt seines Vaters.

Waldo Dörsch   Waldo Dörsch

Waldo Dörsch bei der Arbeit

 

Sitzgruppe von Waldo Dörsch

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Ab 1948 studierte er dann an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar. Verbunden mit seiner Aufnahme in den VBK Deutschland (Verband Bildender Künstler) 1952 ist der Beginn seiner freischaffenden Tätigkeit. In Oberweid in der Rhön baute er sich 1953 ein Atelier und begann sich mit architekturbezogener Kunst auseinanderzusetzen. Es folgte 1958 die Übersiedlung nach Erfurt, wo er das Atelier des Freundes, Ralf Dieß, übernahm und die Erfurter Ateliergemeinschaft gründete, die 1963 mit einer legendären Ausstellung an die Öffentlichkeit trat. In zahlreiche Ausstellungen waren seine Werke zu sehen und an vielen Fassaden und Plätzen sind seine Gestaltungsvorschläge, Skulpturen und Brunnen dauerhaft in die Lebenswelt der Menschen integriert. Darunter z.B. das Denkmal für die Kriegsopfer an der Evangelischen Stadtkirche in Stadtlengsfeld (ehem. St. Margareta) (1967), die "konstruktivistische Fächertreppe"“ im Centrum Warenhaus in Suhl, die er gemeinsam mit dem Architekt Heinz Luther in den Jahren 1966-1969 realisierte, die Brunnenanlage "Diana auf der Jagd", die er 1983/84 vor dem Centrum Warenhaus in Suhl installierte und der "neue" Angerbrunnen“ in Erfurt (1978/79), um nur einige Beispiele aus der näheren Umgebung zu nennen. Denn auch in Hamburg und Berlin sind "Dörsch-Werke" zu finden. Für seine formalen Lösungen wurde Waldo Dörsch mit einigen Preisen ausgezeichnet. Neben seinen dreidimensionalen Werken schuf er auch ein beachtliches zeichnerisches Werk, wobei er sich zunehmend der farbigen Darstellung surrealer Thematiken widmete. Heute lebt und arbeitet er in Oberweid in der Rhön.

In der Kunststation zeigt Waldo Dörsch Plastiken, Bilder, Grafiken und Projekte aus den letzten sechs Jahrzehnten seines Schaffens. Die repräsentative Auswahl seiner Werke und neu formulierter Positionen gegenständlicher und abstrakter Äußerungen sind interessante Belege seiner kreativen Beständigkeit. Nach all den Jahren der deutschen Teilung, die in dem Heimatort des Bildhauers an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze besonders deutlich vor Augen stand, ist diese Ausstellung in der Kunststation Kleinsassen für ihn eine ganz besondere Angelegenheit.

Die Vernissage der Retrospektive von Waldo Dörsch findet am Sonntag, den 7. September 2008, um 15 Uhr statt.

Regelmäßige Öffnungszeiten der Kunststation und des Cafés: Di - So 13 - 18 Uhr. Eintritt 3 €, ermäßigt 1,50 € (auch an Vernissagetagen), Kinder und Schüler frei. Führungen nach Vereinbarung.

Text: Marianne Blum.


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