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Weniger statt mehrVernissage zu Grafikausstellung in KleinsassenKleinsassen. Im Druck entstehen oft schöne Dinge: Dies unterstreicht die Grafikausstellung, die bis 26. Oktober in der Kunststation Kleinsassen gezeigt wird. Die kleine Präsentation umfasst 21 Arbeiten von Mitgliedern der Druckwerkstatt. Seit 15 Jahren wird die Gruppe der Kreisvolkshochschule von Gisela Rieck geleitet. Zuvor führte Bernd Baldus elf Jahre Regie. Bei der Vernissage würdigte Peter Ballmaier, Leiter der Kunststation Kleinsassen, die beiden Persönlichkeiten. "Sie gehören zu unserer Station wie das Amen hinter das Vaterunser", sagte Ballmaier. Rieck und Baldus stünden unter anderem für die Zielsetzung dieser Einrichtung, Menschen nicht nur zum Anschauen von Kunst zu motivieren, sondern möglichst zum eigenen Kreativsein. Ballmaier erklärte, man habe sich beim Volumen dieser Ausstellung für weniger statt mehr entschieden und so auf das Wichtigste konzentriert. Damit sprach er zugleich ein Schaffensprinzip bei der grafischen Kunst an, die gerade mit sparsam eingesetzten Gestaltungselementen oft große Aussagekraft erreiche. Er hob die Freundschaft zwischen Kunststation und Druckwerkstatt hervor, weshalb man deren Mitgliedern ein kostenloses Workshop-Wochenende mit Professor Peter Paulus (Kassel) zum Thema Lithografie ermögliche. Das Angebot wurde mit Beifall aufgenommen. Gruppenmitglied Heidi Rosenboom erläuterte das wenig bekannte Verfahren der Intagliotypie, bei der zur Druckvorbereitung mit lichtempfindlicher Folie und gezielter Lichteinwirkung gearbeitet werde. Beim Betrachten der Werke lässt sich vieles entdecken: Es gibt die Andeutung und das stärker Ausgestaltete, Ernstes und Witziges (gerade in der Titelwahl), Anrührendes und Geheimnisvolles. Mit Arbeiten vertreten sind: Michaela Albers, Heike Cimander, Veronika Hofmann, Ortrud Jahnel, Roswitha Krenzer, Anne Lützenkirchen, Sylvia Molz-Rehli, Ursula Plescher, Gisela Rieck, Heidi Rosenboom, Eva Johanna Schaffrath, Paul Schaffrath, Roland Schossig, Brigitte Schüssler, Jana Schütz, Matthias Schütz, Andrea Silvennoinen und Kurt Sorg. Aus: Fuldaer Zeitung vom 5. August 2008
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