Zurück   Startseite   Druckversion 16. August 2006

17. September bis 19. November 2006 - Galerie

Sigrid Oltmann

Sigrid Oltmann
Sigrid Oltmann
Sigrid Oltmann gehört zweifelsfrei zu den wichtigsten Vertretern des malerischen Realismus in Deutschland. Ihre altmeisterlich gemalten Portraits und Stilleben beschränken sich jedoch nicht auf die akribische Darstellung des Gesehenen. Übermalungen und Abschabungen greifen immer wieder in ihre Bildoberflächen ein, wirken wie Kommentare zu dem Dargestellten und bringen somit immer wieder die Malerei als abstrakte Handlung mit ins Spiel. Diese Brüche in ihren Bildern spiegeln ebenso wie viele ihrer Bildthemen und –titel die Brüche und Erfahrungen der 1942 in Bad Gottleuba im Erzgebirge geborenen Künstlerin.

Dabei begann alles sehr geradlinig: Zunächst studierte sie von 1961 bis 1963 an der Hochschule für Design in Münster und von 1964 bis 1966 Bildhauerei in Holz und Stein an der Meisterschule für Kunsthandwerk und Design in Berlin, die sie mit einem Diplom abschloss. Von 1966 bis 1970 arbeitete sie als Kunsterzieherin und freischaffende Bildhauerin. Als Bildhauerin konnte sie zahlreiche Wettbewerbe für „Kunst im öffentlichen Raum“ für sich entscheiden. Doch sie die damals aktuelle Bildsprache, die Realismus fast als Provokation verstand, blieb ihr fremd. 1970 zog sie nach Chile und lebte zwischen 1970 und 1981 außerdem in Afrika, Asien und dem Vorderen Orient. Das brachte die Wende in ihrem künstlerischen Ausdruck, weg von der "Diktatur der Moderne", hin zu einer gegenständlichen Bildsprache und auch weg von der Skulptur hin zur Malerei. 1976 konnte sie ihre Arbeiten im Museo Nacional de Bellas Artes in Chile zeigen.

Seit 1981 wieder in Deutschland ansässig, war sie von 1985 bis 1989 Vorsitzende des Berufsverbandes Bildender Künstler Osnabrück-Emsland, wo sie auch lebte, und hatte Ausstellungen in so renommierten Häusern wie dem Kulturgeschichtlichen Museum in Osnabrück und dem Emslandmuseum auf Schloss Clemenswerth. Seit 1990 lebt und arbeitet sie im Kreis Hanau. Ihre wachsende Bekanntheit findet u.a. auch in der Verleihung des Kulturpreises des Main-Kinzig-Kreises 2002 Ausdruck.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 17. September 2006, 11:00 Uhr eröffnet.

An Eröffnungstagen erhebt die Kunststation Kleinsassen keinen Eintritt, erbittet aber eine Spende. Regelmäßige Öffnungszeiten der Kunststation und des Cafés: Di - So 13 - 18 Uhr. Eintritt: 1,50 €, Kinder und Schüler frei, Führungen nach Vereinbarung.

Text: Marianne Blum.


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Den eleganten Reiter auf braunem Vollblut stellt Steffeck (1818 - 1890) in einer Allee vermutlich in Berlin vor sonnenbeschienenen Häuserfassaden dar. Bei dem Reiter soll es sich - nach mündlicher Überlieferung - um die Darstellung des Prinzen Karl von Preußen handeln. Steffeck war neben den Münchner Pferdmalern der Familie Adam der beste deutsche Pferde- und Hundemaler der 2. Jahrhunderthälfte und Schüler des berühmten Berliner Malers Franz Krüger.

Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).