Zurück   Startseite   Druckversion 23. März 2006

9. April bis 4. Juni

Kunstakademie Krakau

Die Präsentation von Kunsthochschulen hat Tradition in Kleinsassen. Schließlich spielten die Akademien, besonders die Düsseldorfer Akademie, gerade auch in der Herausbildung des Rhöndorfes als Malerkolonie eine herausragende Rolle. Aber auch die moderne Kunststation (seit 1979) konnte mit Akademieausstellungen so manch fruchtbare Beziehung begründen.

Nun bahnt sich eine neue Zusammenarbeit an. Passend zum offiziellen Deutsch-Polnischen Jahr 2006 wird in Kleinsassen ein durchaus
Michal Nowak: o.T.
Michal Nowak: ohne Titel
Öl auf Leinwand
repräsentativer Querschnitt des aktuellen Kunstschaffens im Fachbereich Malerei der Krakauer Akademie für Bildende Künste zu sehen sein. Die Hochschule ist die älteste polnische Kunstakademie (gegründet 1818) und blickt auf eine glanzvolle Geschichte zurück. So zählen zu Ihren Rektoren so bekannte Künstler wie der Historienmaler Jan Matejko (1838-1893), der die Akademie ab 1873 leitete und entscheidend zu der Ausbildung von Krakaus Künstlerszene beitrug, und der großartige Landschaftsmaler Julian Falat, der als Reformer in die Geschichte der Hochschule einging. Zu seiner Zeit wurde die Akademie zum künstlerischen Zentrum des Landes. Nachdem Polen 1918 seine Unabhängig wiedererlangt hatte, wurde das sogenannte Pariser Komitee organisiert, das später als Pariser Zweig der Krakauer Akademie bekannt wurde und entscheidend zur Entwicklung und Verbreitung polnischer Kunst auch im Ausland beitrug. Die durch den 2. Weltkrieg unterbrochene Entwicklung wurde in der Nachkriegszeit an zwei Kunsthochschulen in Krakau wieder aufgenommen, die 1950 fusionierten und 1979 in "Akademie der Schönen Künste Jan Matejko" umbenannt wurden. In ihrer 180-jährigen Geschichte hat sie viele großartige Künstler hervorgebracht, von denen einige die Entwicklung der Bildenden Kunst in Polen entscheidend beeinflusst haben.

2005 nun besuchte das im Landkreis Fulda ansässige Künstler-Ehepaar Alexander und Veronika Zyzik die berühmte Akademie, stellte einen ersten Kontakt her und zeichnet verantwortlich für die Ausstellung ausgewählter Krakauer Künstler in Kleinsassen.

Zu den Teilnehmern der Schau in der Kunststation zählen Absolventen aus dem Jahr 2005, zwei Studenten und zwei
Lukasz Grabski: Karusell
Lukasz Grabski: Karusell
Acryl, Tempera, Pastellkreide auf Leinwand
Lehrbeauftragte. Im Einzelnen: Maja Krysiak, Wojciech Kubiak, Michal Nowak, Agata Biskup, Lukasz Grabski, Anna Maria Karczmarska, Julita Malinowska, Witold Stelmachniewicz, Przemyslaw Czepurko und Bartosz Kokosinski. Obwohl alle dem Fachbereich Malerei zuzuordnen sind, ist diese Kunst längst nicht die einzige Form ihrer künstlerischen Aktivitäten, was sich wiederum auf ihre Malerei niederschlägt. So konnte das Ehepaar Zyzik bei seinem Besuch in der Akademie nicht nur eine unerwartete Vielfalt an Bildsprachen und Techniken entdecken, sondern sie stellten auch fest, dass die renommierte Hochschule nichts von ihrer Ausstrahlung und Wirkung verloren hat. Im Gegenteil: In den Arbeiten der Studenten und Absolventen ist die Tradition genauso spürbar, wie die Öffnung und das Interesse an den neuesten Trends und Entwicklungen in der internationalen Kunstszene. So legt die Krakauer Kunstakademie in der Ausbildung nach wie vor großen Wert auf handwerkliches Können, doch dienen diese Fertigkeiten eher der Grundlagenforschung als der Festlegung auf einen Stil. Das Ergebnis sind Arbeiten, die sich sowohl technisch als auch in ihrem Zugriff auf die Welt stark unterscheiden, aber alle von höchster Qualität und beeindruckender Intensität sind.

Die Ausstellung wird am 9. April um 16 Uhr in der Kunststation eröffnet. An Eröffnungstagen erhebt die Kunststation Kleinsassen keinen Eintritt, erbittet aber eine Spende. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Text: Marianne Blum.


Zurück   Seitenanfang
P. Klingebiel, Fulda

Pferde. Kunst von der Antike bis heute
 30.5. bis 10.10.2010
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Vorbericht zur Ausstellung
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Hubert E. Rockenberger
 20.8. bis 10.10.2010
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos der Ausstellung

Sparkasse Fulda

Uewag Fulda

Ulenspiegel in der Kunststation Kleinsassen

Café in der Kunststation
Geöffnet: dienstags - sonntags, 11 - 18 Uhr

Internet-Ausstellungen
Kunstakademie Krakau
Ulrike Kuborn - Rotation
Jana Schwarz in Gersfeld
Fotoimpressionen vom Umbau
Bildhausymposium 2004
Kleine Molakana-Galerie
Zeitgenössische Steinbildhauerei
Petra Lange
Kompositum Fabel
Kunst aus Indien
Grenzgänge
RhönSalon 2000
Die Hälfte des Himmels
BBK Frankfurt / Main

Jahresprogramm 2007

Öffnungszeiten der Kunststation:
dienstags - sonntags, 11 - 18 Uhr,

Vorläufiges Programm 2010
Seminarprogramm 2010

Weg zur Kunststation

Nachricht an die Kunststation
Kunsttelegramm der Kunststation

Ausstellungen 2009

Die Gestaltung der Homepage basiert auf dem Flyer zur aktuellen Ausstellung
Pferde. Kunst von der Antike bis heute
und zeigt das Kunstwerk des Monats:
Carl Constantin Steffeck: Reiterporträt, 1867, Öl auf Leinwand, 74 x 95 cm
Den eleganten Reiter auf braunem Vollblut stellt Steffeck (1818 - 1890) in einer Allee vermutlich in Berlin vor sonnenbeschienenen Häuserfassaden dar. Bei dem Reiter soll es sich - nach mündlicher Überlieferung - um die Darstellung des Prinzen Karl von Preußen handeln. Steffeck war neben den Münchner Pferdmalern der Familie Adam der beste deutsche Pferde- und Hundemaler der 2. Jahrhunderthälfte und Schüler des berühmten Berliner Malers Franz Krüger.

Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).