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9. April bis 4. Juni
Kunstakademie Krakau
Die Präsentation von Kunsthochschulen hat Tradition in
Kleinsassen. Schließlich spielten die Akademien, besonders die
Düsseldorfer Akademie, gerade auch in der Herausbildung des
Rhöndorfes als Malerkolonie eine herausragende Rolle. Aber auch
die moderne Kunststation (seit 1979) konnte mit Akademieausstellungen
so manch fruchtbare Beziehung begründen.
Nun bahnt sich eine neue Zusammenarbeit an. Passend zum offiziellen
Deutsch-Polnischen Jahr 2006 wird in Kleinsassen ein durchaus
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Michal Nowak: ohne Titel Öl auf Leinwand |
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repräsentativer Querschnitt des aktuellen Kunstschaffens im
Fachbereich Malerei der Krakauer Akademie für Bildende
Künste zu sehen sein. Die Hochschule ist die älteste
polnische Kunstakademie (gegründet 1818) und blickt auf eine
glanzvolle Geschichte zurück. So zählen zu Ihren Rektoren so
bekannte Künstler wie der Historienmaler Jan Matejko (1838-1893),
der die Akademie ab 1873 leitete und entscheidend zu der Ausbildung
von Krakaus Künstlerszene beitrug, und der großartige
Landschaftsmaler Julian Falat, der als Reformer in die Geschichte der
Hochschule einging. Zu seiner Zeit wurde die Akademie zum
künstlerischen Zentrum des Landes. Nachdem Polen 1918 seine
Unabhängig wiedererlangt hatte, wurde das sogenannte Pariser
Komitee organisiert, das später als Pariser Zweig der Krakauer
Akademie bekannt wurde und entscheidend zur Entwicklung und
Verbreitung polnischer Kunst auch im Ausland beitrug. Die durch den 2.
Weltkrieg unterbrochene Entwicklung wurde in der Nachkriegszeit an
zwei Kunsthochschulen in Krakau wieder aufgenommen, die 1950
fusionierten und 1979 in "Akademie der Schönen Künste
Jan Matejko" umbenannt wurden. In ihrer 180-jährigen
Geschichte hat sie viele großartige Künstler
hervorgebracht, von denen einige die Entwicklung der Bildenden Kunst
in Polen entscheidend beeinflusst haben.
2005 nun besuchte das im Landkreis Fulda ansässige
Künstler-Ehepaar Alexander und Veronika Zyzik die berühmte
Akademie, stellte einen ersten Kontakt her und zeichnet verantwortlich
für die Ausstellung ausgewählter Krakauer Künstler in
Kleinsassen.
Zu den Teilnehmern der Schau in der Kunststation zählen
Absolventen aus dem Jahr 2005, zwei Studenten und zwei
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Lukasz Grabski: Karusell Acryl, Tempera, Pastellkreide auf Leinwand |
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Lehrbeauftragte. Im Einzelnen: Maja Krysiak, Wojciech Kubiak, Michal
Nowak, Agata Biskup, Lukasz Grabski, Anna Maria Karczmarska, Julita
Malinowska, Witold Stelmachniewicz, Przemyslaw Czepurko und Bartosz
Kokosinski. Obwohl alle dem Fachbereich Malerei zuzuordnen sind, ist
diese Kunst längst nicht die einzige Form ihrer
künstlerischen Aktivitäten, was sich wiederum auf ihre
Malerei niederschlägt. So konnte das Ehepaar Zyzik bei seinem
Besuch in der Akademie nicht nur eine unerwartete Vielfalt an
Bildsprachen und Techniken entdecken, sondern sie stellten auch fest,
dass die renommierte Hochschule nichts von ihrer Ausstrahlung und
Wirkung verloren hat. Im Gegenteil: In den Arbeiten der Studenten und
Absolventen ist die Tradition genauso spürbar, wie die
Öffnung und das Interesse an den neuesten Trends und
Entwicklungen in der internationalen Kunstszene. So legt die Krakauer
Kunstakademie in der Ausbildung nach wie vor großen Wert auf
handwerkliches Können, doch dienen diese Fertigkeiten eher der
Grundlagenforschung als der Festlegung auf einen Stil. Das Ergebnis
sind Arbeiten, die sich sowohl technisch als auch in ihrem Zugriff auf
die Welt stark unterscheiden, aber alle von höchster
Qualität und beeindruckender Intensität sind.
Die Ausstellung wird am 9. April um 16 Uhr in der Kunststation
eröffnet. An Eröffnungstagen erhebt die Kunststation
Kleinsassen keinen Eintritt, erbittet aber eine Spende. Zur
Ausstellung erscheint ein Katalog.
Text: Marianne Blum.

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