Zurück   Startseite   Druckversion 10. Februar 2005

11. März bis 17. April 2005

Tomo Vran zeigt Neue Arbeiten

Der aus dem slowenischen Koper stammende Tomo Vran ist der Kunststation schon seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Der langjährige Präsident des Künstlerverbandes Slowenien, der auch Präsident des Slowenischen Kulturrates war und Exekutivmitglied des Europäischen Künstlerrates ist, hat für eine Ausstellung in Kopenhagen neue Arbeiten zusammengestellt, die er auf dem Rückweg nach Slowenien auch in Kleinsassen präsentiert.

Stark klingt in seinen Bildern die Farbe Blau an, die bei Tomo Vran immer beides meint, das Himmelsblau und das Blau des Meeres. Zu diesen
Tomo Vran: World in the Crystal Ball
Tomo Vran
World in the Crystal Ball
1998, Acryl auf Leinwand, 120x100 cm
Foto: Katalog "Tomo Vran", 1999
Bezügen bekennt er sich in Titeln wie die "Reflektionen auf dem Meer", "Blauer Strahl" oder "Mediterrane Impression". Die Farbe Blau taucht aber auch in Bildern mit anderen Inhalten immer wieder auf. Sie ist eine Art fester Bezugsrahmen, offensichtlich eine große Leidenschaft des Malers und ein Markenzeichen, ebenso wie der stets von links unten nach rechts oben verlaufende Malgestus, der alle Bilder himmelwärts streben lässt.

Wenn man seine frühen Werke mit aktuellen Bildern vergleicht, kann man trotz zunehmender Abstraktion deutlich die Verankerung des Malers in einer symbolischen Welt der Bedeutungen feststellen. Diese Bedeutungen sind nie gegenstandslos, auch wenn die abgebildeten Formen oder Gestalten nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind. Es ist als ob Tomo Vran in seinen Bildern versucht, sich dem inneren Wesen der Dinge und Menschen zu nähern und hinter die Fassade zu blicken. Oft ist das Ergebnis dieser Versuche ein farbiges Scheinen, das Aufleuchten einer Form oder schemenhaften Gestalt in einer weiten blauen Sphäre. Aus diesem Farbraum tauchen wie aus dem Nebel z.B. Tiere auf, aber auch mythologische Gestalten wie "Ikarus", "Menschlicher Phoenix" oder "Pythia". Auch abstrakte Begriffe, Emotionen oder Naturphänomene vermag er so darzustellen, wie die Bilder "Leidenschaft", "Vergebung", "Donner", "Beruhigung" oder "Erblühen" belegen. Dazu gehören auch die Bilder, in denen er sich mit christlichen Inhalten auseinandersetzt. Man darf gespannt sein, welchen Inhalten er sich in seinen neuesten Arbeiten widmet.

Die Ausstellung wird am 11. März um 18 Uhr im Atelier der Kunststation Kleinsassen eröffnet. Sie dauert ebenso wie die parallel gezeigte Retrospektive von Gerhard Jürgen Blum-Kwiatkowski bis zum 17. April. Öffnungszeiten der Kunstation Kleinsassen: dienstags bis sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr.

Text: Marianne Blum.


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