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Einladung in den Rhön-Salon 2005Bei der Vernissage in der Kunststation Kleinsassen herrschte gestern großer BesucherandrangVon Klaus H. Orth. Hofbieber-Kleinsassen. Der Besucherandrang in der Kunststation Kleinsassen war groß. Kein Wunder: Im Präsentationshaus am Fuße der Milseburg wurde gestern der Rhön-Salon 2005 eröffnet, ein Gemeinschaftsprojekt der Kunststation und der Initiative "Gestatten, Kultur!" des Tanner Diakoniezentrums, unterstützt von der Galerie des Jungen Kunstkreises Hünfeld und der Städtischen Galerie Ada in Meiningen. "Wir hatten eine unglaubliche Resonanz", bilanzierte Predrag Hegedüs. Mit Künstlerkollege Bernd Baldus hat er den Rhön-Salon kuratiert und den Katalog (10 Euro) zusammengestellt. Ausgewählte Beiträge von über 150 Teilnehmern arrangierte er zu einem geschmackvollen Miteinander unterschiedlichster Stile und Techniken. Allein in der Kunststation sind 250 Exponate zu sehen, deren Facettenreichtum fasziniert, wie diese wenigen Beispiele belegen: Rajko Herzegovac (Kleinsassen) ist mit einem rostrot und blau gefassten hölzernen Frauenkopf vertreten und Walter Graf (Oberthulba) mit innovativen Flechtarbeiten. Der Bilderbogen spannt sich von Landschaftsimpressionen wie Werner Döppners (Fulda) "Toskana" in Acryl über Peter Henryk Blums (Motten) fotorealistisches "Wunderkind" und Eva Schulz (Künzell) konstruktivistischer Schwarz-Weiß-Gouache auf Aquarellpapier bis hin zur völligen Abstraktion, wie sie Bernd Eichhorn (Tann) in seiner Wachskreidearbeit vorführt. Auch der Bereich Fotografie ist vertreten - unter anderem mit den Polaroids "Holzfigur" von Tanja Alben-Bil (Künzell) oder Siglinde Kallnbachs (Köln) Werk "a performancelife auf dem Dach des Doms von Milano 2005". Eine weitere Station des Rhön-Salons öffnet morgen in der Galerie des Jungen Kunstkreises Hünfeld, Expositionen in Tann und Meiningen schließen sich an (siehe "Orte und Termine"). Wer die Schau in Kleinsassen besuche, der habe mit der dort gelösten Karte kostenlosen Eintritt in die anderen Teilausstellungen, sagte Kunststationsleiter Peter Ballmaier. Auf fünf noch zu ermittelnde Teilnehmer des Rhön-Salons - so Ballmaier - warten in 2005 wieder drei Ausstellungspreise, der Preis des Landrates sowie ein Publikumspreis. "Wer sich an dieser Wahl beteiligt, der kann eine von fünf Farbradierungen von Bernd Baldus gewinnen", rief Ballmaier die Besucher schon jetzt zum Mitmachen auf. Karten für den Publikumspreis lägen an den Ausstellungsorten bereit. Die Gewinner würden am 3. Oktober bekannt geben. Ralf-Michael Seele, Leiter der Städtischen Galerie Ada in Meiningen, charakterisierte den Rhön-Salon als "öffentliches Podium für sinnstiftende bildende Kunst". Den integrativen Ansatz des Projektes wertete er als besondere Facette: "Das Anderssein bereichert." Die Ausstellung schließe Arbeiten von Kreativen mit Behinderung ein, ohne diese zu etikettieren. Wie es Peter-Christian Neubert, Geschäftsführer des Tanner Diakoniezentrums formulierte, erhielten die Betroffenen über den Weg der Kunst die Chance, ihre Gefühlswelten auszudrücken, sich mitzuteilen. So werde der Rhön-Salon zum Ort persönlicher Dialoge und Begegnungen. "Für jedermann ist Kunst etwas anderes: Rätsel, Abenteuer, Protest, Provokation, Lebenselixier", sagte der Fuldaer Landrat Fritz Kramer und eröffnete den Rhön-Salon, der dazu einlade, die unterschiedlichsten Künstler und ihre Werke kennen zu lernen. Eine Einladung, die man nicht ausschlagen sollte. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Sänger Michael Wissenbach und Marina Gajda am Flügel. Aus: Fuldaer Zeitung vom 25. Juli 2005.
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