Zurück   Startseite   Druckversion 19. Dezember 2005

10. Todestag (2) ZUSE

Ein neuer "Z 11" im Museum und Kunstausstellung

Der heutige 10. Todestag von Konrad Zuse wurde mit einer Gedenkfeier sowie einer Neupräsentation im Heimatmuseum in Hünfeld sowie einer Ausstellung in der Kunststation Kleinsassen (alle Kreis Fulda) begangen. Zuse schuf 1941 in Berlin den ersten programmgesteuerten Rechenautomaten ("Z 3")und gilt somit als "Vater des Computers". 39 Jahre seines Lebens verbrachte er in Hünfeld, wo er am 18. Dezember 1995 im Alter von 85 Jahren starb.

Heute Vormittag gab es eine Gedenkfeier am Neuen Friedhof in Hünfeld. Ihr schloss sich dann ein Besuch des Stadt- und Kreisgeschichtlichen Museums mit Konrad Zuse-Museum - das jährlich von rund 3.000 Menschen sowie zahlreichen Schulklassen und Gruppen besucht wird - an. Für Museumsleiter Rigobert Guthmüller war es eine Freude, nicht nur eine große Schar bekannter Persönlichkeiten und "Zusianer" begrüßen zu können, sondern auch eine Neuerwerbung des Museums, Zuses Z 11, erstmals der Öffentlichkeit vorzustellten. Dieser frühe Zuserechner wurde mit Unterstützung der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld mit einem Aufwand von mehr als 100 Arbeitsstunden restauriert und soll jetzt als weiterer "technischer Meilenstein der Computerentwicklung" der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Die Geschichte um die "Beschaffung" dieser "Z 11" schilderte der Stellvertretende Vorsitzenden der Konrad-Zuse-Gesellschaft, Dr. Wilhelm Mons, sehr anschaulich.

Am Nachmittag trafen sich die Teilnehmer der Gedenkveranstaltungen noch einmal zu der Sonderausstellung in der Kunststation Kleinsassen/Rhön (Kreis Fulda), wo Konrad Zuse als Maler und Grafiker vorgestellt wird. Diese Ausstellung bietet erstmals einen vollständigen Überblick über das reiche künstlerische Schaffen des Computerpioniers, das von frühen Karikaturen und Werbegrafiken bis hin zu abstrakten und gegenständlichen Kompositionen in Öl reicht. In der Kunststation sprach Professor Dr. Horst Zuse über die bahnbrechenden wissenschaftlichen Leistungen seines Vaters und präsentierte dabei auch eine aktuelle "Multivisions-Show" mit ganz neuem Film- und Bildmaterial. Diese CD wie auch mehrere Zuse-Bücher sind in Kleinsassen, im Hünfelder Museum oder direkt über die Website www.zuse.info bei Zuses ältestem Sohn Horst Zuse, der Professor an der TU Berlin ist, erhältlich.

Aus: OSTHESSENNEWS vom 18. Dezember 2005


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