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Geschmackvoll und spannendDie Ausstellung "KölnKunst" ist seit gestern in Kleinsassen zu sehenVon Klaus H. Orth. Hofbieber-Kleinsassen. Eine reiche Auswahl von Bildern, Objekten und Installationen bietet eine sehenswerte Schau, die gestern Nachmittag in der Kunststation Kleinsassen eröffnet wurde: "KölnKunst" ist ein Querschnitt durch das aktuelle kreative Schaffen der Rheinmetropole und zeigt mehr als 116 Exponate von 49 Mitgliedern des Bundesverbandes Bildender Künstler Köln (BBK Köln). "Eine Ausstellung mit diesem Titel außerhalb Kölns zu präsentieren, stand eigentlich nie zur Debatte", erklärte dessen Vorsitzender Dieter Horký bei der Vernissage. Dennoch sei der BBK Köln gerne dem Wunsch der Kunststation Kleinsassen nachgekommen, aus den Reihen seiner Mitglieder eine "repräsentative Bandbreite" des "derzeitigen Kölner Kunstschaffens" zur Verfügung zu stellen. Die Auswahl traf der Kleinsassener Stipendiat Predrag Hegedüs, der als Kurator und Arrangeur einmal mehr eine sichere Hand beweist. "Ich wollte 49 Einzelausstellungen machen" verriet Hegedüs, dem Peter Ballmaier, Leiter der Kunststation, für sein Engagement dankte. Ergebnis dessen ist eine geschmackvolle Gesamtschau, in der die Exponate in spannende Dialoge miteinander treten und die dem Betrachter zugleich Gelegenheit gibt zur intensiven Beschäftigung mit einzelnen Kreativen und ihren Arbeiten. Knopp Ferros "Linienschiff", ein filigranes Mobile aus verknüpften Eisenstäben, hängt neben Sybille Pattschecks Bild "Metachrome, blaugrau", das durch Überlagerung von farbigen Wachsschichten Eindrücke von Licht schenkt. Frivol-fantasievolle Blätter aus Manfred Schülers Serie "Sympathy for the devil" (Mischtechnik auf Papier) sind neben fotorealistischen "Atelierstillleben" von Michael Mohr zu sehen. Victoria Bells "Watcher", ein mächtiges Objekt aus Eiche und Stahl, steht vor zwei großformatigen quadratischen Gemälden, die Behzad Mahmoudpour "Gewaltausbruch" betitelt hat. Beide wirken wie ein Sog, der alle Farben und Linien in die Bildmitte zieht. Christel Fetzer farbintensive Rauminstallation "Teeküche", Bodenobjekte von Ruth Gilberger in organischen Formen, Tina Haases titellose Federballarbeit oder die in erdigen Farben gehaltenen traditionell anmutenden Stillleben "Büropause" und "Ateliertisch" von Dieter Kraemer - sie und viele andere Exponate laden zu (Neu-)Entdeckungen ein, die man sich nicht entgehen lassen sollte. KönKunst. Kunststation Kleinsassen. Bis 15. Juli. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 13 bis 18 Uhr. Eintritt: 1,50 Euro. Katalog: 10 Euro. Aus: Fuldaer Zeitung vom 25. April 2005.
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