Zurück   Startseite   Druckversion 23. März 2005

24. April bis 15. Juli 2005

KölnKunst 2005

Wieder einmal kann die Kunststation mit einer kleinen Sensation aufwarten: Durch die Initiative ihres Stipendiaten, Predrag Hegedüs, ist es gelungen, großartige Kunst aus der für ihre Kunstszene
Gabriele Kutz: Die vier Honecker
Gabriele Kutz: Die vier Honecker
1999, Ö auf Leinwand, 45x55 cm
Foto: Katalog KölnKunst 6
berühmten Rheinmetropole nach Osthessen zu holen. Die Ausstellung "KölnKunst" des Bundesverbands Bildender Künstler Köln e.V. (BBK) gehört seit 1985 zum festen Bestandteil des Kölner Kulturlebens. Sie spiegelt ausschnitthaft das aktuelle Kunstschaffen der Kölner Szene wieder, die sehr vital, schöpferisch und vielschichtig ist. Dass es nun gelungen ist, die "KölnKunst" zum ersten Mal außerhalb Kölns zu präsentieren, ist ein besonderer Coup, der vor allem der tatkräftigen Initiative des derzeitigen Kleinsassener Stipendiaten und Kurators der Ausstellung, Predrag Hegedüs, zu verdanken ist. Er trägt damit dazu bei, die mit der Ausstellung des Frankfurter BBK im Jahre 1999 begonnen Zusammenarbeit zwischen den Kunstmetropolen und der Kulturszene Osthessens auszubauen und die Kunststation Kleinsassen damit als Künstlerhaus weiter zu profilieren.

Bekannte und vielfach durch Preise ausgezeichnete Namen mit ganz eigenen künstlerischen Positionen und Herangehensweisen sind unter den Ausstellern, so z.B. Tremezza von Brentano, Manfred Schüler, Graham Foster, Ruth Gilberger, Nomura Koken, Rune Mields, Tina Haase, Birgit Antoni, Claudia Grünig, Edgar Gutbub, Hans Maas, und viele andere. Einige der knapp 50 ausgewählten Künstler waren schon auf der Biennale Venedig oder sogar auf der documenta zu sehen und gehören damit schon zu den Klassikern, aber es werden auch Vertreter der mittleren Generation und Newcomer zu sehen sein. So entfaltet die Ausstellung in Kleinsassen ein breites und vielfältiges Generationspanorama, das man durchaus als repräsentativ und richtungweisend für die Kunstentwicklung in Deutschland nach 1945 bezeichnen kann. Dabei sind rückblickend vor allem zwei Trends zu beobachten: die Rückkehr der Malerei und klassisch gedachter Bildhauerei und die Vertiefung und Emanzipation der Kunstform Installation. Durchweg kann man gespannt sein auf ein buntes Spektrum an durchdachter und gut gemachter Kunst, die ihre Aussagen mit Präzision formuliert ohne dabei auf den poetischen Ausdruck zu verzichten.

Die Ausstellung wird am 24. April um 16 Uhr in der Kunststation Kleinsassen durch den Vorsitzenden des BBK, Dieter Horký, eröffnet. Ein Großteil der ausstellenden Künstler wird anwesend sein. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die "KölnKunst" dauert bis zum 15. Juli. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Text: Marianne Blum.


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