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Asta Pajunen in der RhönFinnische Stipendiatin zu Gast in der Kunststation Kleinsassen
Asta Pajunen, die in diesem Jahr an der Kunstakademie in Helsinki ihr Studium beginnt, kann trotz ihrer jungen Jahre schon auf eine Profikarriere als klassische Balletttänzerin zurück schauen. Sie tanzte im Ensemble des finnischen Nationalballetts und im Staatstheater in Greifswald, bevor sie aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. Ihre Talent für die Malerei entdeckte sie während einer einjährigen Weiterbildung an einer freien Kunstschule, bevor sie sich an der wichtigsten finnischen Kunstakademie erfolgreich bewarb. Während ihres hiesigen Arbeitsstipendiums konzentrierte sie sich auf die Gestaltung von Radierungen, die sie in der Künzeller Radierwerkstatt von
In der kurzen Zeit ihres Aufenthaltes brachte es die junge Künstlerin auf insgesamt 23 kleinformatige Radierungen, die u.a. alltäglichen Situationen in Cafes und auf dem Markt sowie Momentaufnahmen der barocken Altstadt festhalten. Dabei erkennt man ihre Vorliebe für Märchen und "frühere Zeiten", denn Gegenstände des modernen Lebens hat sie auf den Abbildungen meistens ausgelassen. So erscheint die Stadt Fulda dem Betrachter wie vor 100 Jahren, ohne Autos, ohne Parkuhren, ohne Menschen mit Handy, Aktenkoffern oder Plastiktüten - auch den verregneten August 2005 hat Asta Pajunen auf einem Bild festgehalten: Mit einer Schar von Menschen, die alle Richtung Fuldaer Dom unterwegs sind und einen in diesem Sommer "wieder modern gewordenen" Gegenstand in der Händen halten, einen Regenschirm. Asta Pajunens Werke konnte man während der Kunstwoche in Kleinsassen im Foyer der Künstlerstation sehen. Wer an einzelnen Arbeiten Interesse haben sollte, kann mit der Künstlerin über die Kunststation Kleinsassen Kontakt aufnehmen. Text: Reinhold Jordan.
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