Zurück   Startseite   Druckversion 21. Dezember 2004

"Kramer: Das ist ein Geschenk"

Kunststation Kleinsassen wurde gestern nach Umbau eingeweiht

Von Annette Bauer

Kleinsassen. Der Umbau der Kunststation ist gelungen. Davon konnten sich bei der Einweihung und Übergabe des neuen Gebäudes zahlreiche Gäste überzeugen. Was Architekt Jörg Sturm und seine Frau Susanne Wartzeck im Jubiläumsjahr geplant und umgesetzt haben, fand große Zustimmung.

Der Besucher solle "eintauchen" in die Kunststation, erklärte Jörg Sturm. Diese Vorstellung wurde sehr gut umgesetzt. Der großzügige, helle Eingangsbereich, der sich flaschenartig verengt und dann nach oben führt, wirkt durch Beton, Naturstein und viel Glas im Gegensatz zu früher sehr einladend. Der Gelenkbau mit Flachdach aus Edelstahl (Gewährleistung auf dreißig Jahre!) tritt zurück zugunsten der drei vorhandenen Giebel und lässt der Kunst den Vorrang. Die Fassade wird bald vergrauen. Die breite Treppe führt hoch zur Ausstellungsebene. Hier hat der Besucher durch die großen Fensterflächen einen wunderbaren Blick auf Kirche, Dorf und Umgebung. Ein Café lädt neben den Kassen zum Ausruhen ein.

Die vorhandenen Räume wurden behutsam umgestaltet. Die früheren Ausstellungsräume bekamen eine neue, weiße Decke und mehr Wandflächen, was besonders für die Beleuchtung optimaler ist. Auch außen wurde einiges verändert. Der Wintergarten verschwand, die alte Dorfschule wurde wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Außerdem kamen ein Stuhllagerraum und eine indirekte Überdachung für freie Arbeiten hinzu. Ganz wichtig war Susanne Wartzeck ein barrierefreier Zugang, der zusätzlich geschaffen wurde. Auch die Innenräume können jetzt ohne Stufen besichtigt werden.

Peter Ballmaier dankte dem Kreistag für die Mittel, den Mitarbeitern des Bauamtes und allen Handwerkern. Es hat sich gelohnt, meinte der Leiter der Kunststation. Am 9. Januar 2005 wird das Haus hochoffiziell eröffnet: Mit einer Retrospektive für und von Jürgen Blum. Ab 11. Januar ist es dann von dienstags bis donnerstags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

"Die Kunststation ist schöner geworden." Auch Bauherr Landrat Fritz Kramer war voll des Lobes und würdigte das Architektenteam in höchsten Tönen. Von Beginn an habe der Plan allen gefallen. Er schwärmte von der guten Zusammenarbeit, den Planungen bis ins kleinste Detail und dem Einsatz, bei dem keine Frage offen blieb. "Wir sind im Kostenrahmen geblieben. Dank von ganzem Herzen, das ist ein Weihnachtsgeschenk!" Und Susanne Wartzeck bestätigte: "890.000 Euro haben wir geschätzt, berechnet und ausgegeben." Zum Abschluss hob Kramer auch die Leistungen von Polier Lothar Büttner von der Firma Keidel-Bau hervor, danach übergab der Architekt den Hausschlüssel.

Den Dank des Ortes an Fritz Kramer überbrachte Ortsvorsteher Emil Storch. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Musikverein Kleinsassen unter Leitung von Robert Menz. Pfarrer Paul Brähler übernahm die Segnung des Hauses.

Aus: Fuldaer Zeitung vom 21. Dezember 2004


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