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25. Kunstwoche Kleinsassen vom 8. bis 15. August 2004
Jubiläumsprogramm der Kunstwoche Kleinsassen 2004
Seit 25 Jahren prägt und wirkt die Kunststation Kleinsassen in der
osthessischen Kulturlandschaft wie kaum eine andere Institution. Mit
Ausstellungen, Kunstaktionen, Konzerten und Projekten hat sie in diesem
Vierteljahrhundert zahlreiche Besucher und viele renommierte Künstler
in das Rhöndorf gelockt. Zeitgleich mit der Kunststation feiert die
Kunstwoche ihren 25. Geburtstag. 1979 rief der Gründer und damalige
Leiter der Kunststation, Jürgen Blum, die Kunstwoche Kleinsassen ins
Leben. Die Idee, die Kunst nicht nur in den hehren Hallen von Galerien und
Museen auszustellen, sondern sie mitten zwischen den Menschen stattfinden zu
lassen, musste sich zunächst gegen manche Widerstände durchsetzen,
erwies sich aber als umso erfolgreicher, als sie das Rhöndorf in
kürzester Zeit weit über die Grenzen der Region bekannt machte und
in einer zeitgemäßen Form die Tradition der ehemaligen
Künstlerkolonie Kleinsassen wiederbelebte. Was zunächst mit
einzelnen Darbietungen und Aktionen auf der Dorfstraße begann, ist
heute eine der größten Attraktionen in Osthessen und eine feste
Größe unter den Open Air Veranstaltungen.
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Kunstwoche Kleinsassen Straßenperformance Foto:Malerdorf Kleinsassen e.V. |
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Gemeinsam mit der Kunststation wird daher dieses Jubiläum an acht Tagen
im August begangen. Vom 8. bis 15. August gibt es in dem malerischen Dorf
am Fuße der Milseburg neben Ausstellungen, Kunsthandwerk und
Performances, Kindertheater, Konzerte und ein Kleinkunstprogramm vom
Feinsten, das in einem extra errichteten Zelt auch abends für
Unterhaltung während der Kunstwoche sorgt. Mit der freundlichen
Unterstützung der Sparkasse Fulda und der ÜWAG konnte ein
anspruchsvolles Unterhaltungsprogramm zusammengestellt werden, das keine
Wünsche offen lässt. Dafür konnten lokale Größen
wie die Kleinsassener "Grasmücken" mit Country und Bluegrass
in Rhöner Mundart (15. August) gewonnen werden, das Trio
"IMMERGRUEN", das unvergessliche Evergreens und musikalische
Raritäten mit viel Witz inszeniert (11. August), die Comedy-Matadoren
"Quatsch M.I.T. Sosse", deren Vorstellung leider schon ausverkauft
ist (12. August), und im Rahmen des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda 2004 der
südamerikanische Musiker Tony Osanah mit Band (14. August). Aber auch
weniger Bekanntes wird für Entertainment sorgen wie z.B. die Ivan
Loncar-Cimbuli-Band, die mit ungarischer und kroatischer Zigeunermusik
einheizt (13. August), daneben die Formation "Latina Nova" der
Musikschule des Landkreises Fulda, die mit raffinierten
Bläsersätzen und coolen Rhythmen Latin, Hard Bop, Mainstream und
Soul darbietet (8. August), der Graphiker Bernd Baldus, der Lieder und
Gedichte von Tucholsky bis Lindenberg zur Gitarre präsentiert (9.
August) oder eine Lesung mit Jürgen Ebertowski aus seinem Krimi
"Esbeck und Mondrian" (10. August), einer Geschichte, die in Japan
und der Rhön spielt, und in der die Kunststation eine nicht
unwesentliche Rolle spielt... Die Abendveranstaltungen beginnen jeweils um
20 Uhr. Karten gibt es bei der Gemeinde Hofbieber, bei der Fuldaer Zeitung
und an der Abendkasse.
Ein besonderes Highlight der Jubiläums-Kunstwoche ist ein von der
Kunststation organisiertes Bildhauersymposium, bei dem eine "Stätte
der Begegnung" entstehen soll. Sechs Bildhauer und Bildhauerinnen
treffen sich mitten in Kleinsassen, um - jeder auf seine Weise - je einen
Eichenstamm zu bearbeiten. Dabei kann man die Bildhauer beobachten.
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Raijko Hercegovac 2003 in Adolphseck |
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Täglich ist mehr zu sehen und man kann verfolgen, wie jedes einzelne
Werk wächst, bis die fertig bearbeiteten Stämme am Ende der
Kunstwoche schließlich zu einem Sechseck aufgestellt und mit
Querstreben zu einem Kunstraum und Gemeinschaftskunstwerk verbunden werden.
Dieses Kunstwerk soll Begegnungsraum, Treffpunkt und Symbol für den
Austausch zwischen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten sein. An dem
Projekt beteiligt sind die Bildhauer Eva Skupin aus Meiningen, Gernot Ehrsam
aus Kaltennordheim, Beate Debus aus Oberalba, Janina Rudnicka aus Danzig,
Klaus Metz aus Langenleiten und Rajko Hercegovac aus Zagreb/ Kleinsassen.
Das Bildhauersymposium wurde ermöglicht durch die freundliche
Unterstützung von Art Regio.
In direkter Umgebung der Bildhauer wird der Besucher Gelegenheit haben, noch
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| Susanne Bockelmann |
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zwei weitere Kunstprojekte zu besichtigen. Großformatige Bilder der
spektakulären Aktion "Spannungen" werden den Arbeitsbereich
der Bildhauer säumen. Diese Bilder entstanden 1992 in einem Stück
als das längste Bild der Welt unter Beteiligung von 64 Künstlern
aus 32 Ländern. Nach der Aktion wurden Segmente der Leinwand getrennt
und sind heute als einzelne Werke zu bewundern. Daneben wird die
Künstlerin Susanne Bockelmann öffentlich großformatige
Holzschnitte herstellen. Wer einmal live erleben möchte, wie ein
Holzschnitt gemacht und schließlich auch gedruckt wird, kann sie
täglich zwischen 14 und 18 Uhr in der Umgebung der Bildhauer treffen
und ihr bei ihrer Arbeit zusehen.
Weitere "Spielstätten" der Kunst finden sich in dem ebenfalls
seit 25 Jahren bestehenden "Atelier 7", in der Kunst- und
Handwerksscheune, im Pfundmuseum, im Dorfgemeinschaftshaus, in Ställen
und Scheunen und an zahlreichen Ständen und freien Flächen. Das
Traumtheater Kleinsassen lädt vor allem Kinder aber auch Erwachsene
täglich zu Vorstellungen mit Tischfiguren und der Kultursommer
Main-Kinzig-Fulda präsentiert das Flurtheater das am Sonntag, 15.
August, auf dem Grillplatz "Das kalte Herz" als Schattentheater
inszeniert.
Die einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programm,
eine komplette Programmübersicht können Sie anfordern über den
Verein "Malerdorf Kleinsassen e.V."
Biebertalstraße 11
36145 Kleinsassen
Tel.: (06 65 7) 61 29.

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