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Ausstellung im Europäischen Parlament in Brüssel vom 30. September bis 3. Oktober 2003
Die Kunststation Kleinsassen als Modellprojekt
Zwei Sicherheitskontrollen und endlose Gänge waren zu überwinden,
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| Vernissage im Europäischen Parlament |
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bevor die Künstler, Predrag Hegedüs und Peter Blum, in den Raum
gelangten, in dem ihre Werke und die Skulpturen von Petra Lange gezeigt
werden sollten. Das Europäische Parlament ist weitläufig. Der
Besucher kann sich leicht verirren. Das gilt nicht nur für das
Gebäude, sondern auch für die vielen Gremien, Sitzungen,
Beschlüsse und Veranstaltungen. Allein am Abend der Vernissage fanden
gleichzeitig vier weitere Eröffnungen im Parlament statt. Trotz der
großen Konkurrenz konnte sich das Team der Kunststation unter der
organisatorischen Leitung von Marianne Blum über regen Zuspruch freuen.
Noch viel wichtiger als die Anzahl der Vernissagengäste war aber das
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| Die Künstler Peter Blum und Predrag Hegedüs, Marianne Blum als organisatorische Leitung und Vertretung des Landkreieses und Thomas Mann, Schirmherr im Europäischen Parlament (v.l.n.r.) |
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wache Interesse der Abgeordneten, hervorgerufen durch die Kunstwerke und die
einführenden Worte der Rednerin, Marianne Blum, in Vertretung des
Landrates, Fritz Kramer. Sie erläuterte das Konzept, das hinter der
Kunststation steht und erzählte die Geschichte dieser im osthessischen
Raum einmaligen Institution für zeitgenössische Kunst. Der Aufruf
am Ende der Rede, ungewöhnlichem kulturellen Engagement wie in
Kleinsassen Raum zu geben, stieß auf viel Zuspruch, und Blums
Aufforderung, die Gelegenheit wahrzunehmen und die anwesenden Künstler
selbst zu ihren Werken zu befragen, wurde umgehend in die Tat umgesetzt.
So unterhielten sich der Maler Peter Blum und der stellvertretende
Regierungssprecher der tibetanischen Exilregierung über die Parallelen
zwischen dem realistischen Ölbild Blums "Warten auf Fallobst"
und buddhistischen Glaubenspraktiken. Eine dänische Abgeordnete
beleuchte mit Predrag Hegedüs den emotionalen Gehalt seiner abstrakten
Bilder und eine deutsche Abgeordnete der SPD-Fraktion debattierte mit dem
Schirmherr der Ausstellung, Thomas Mann (CDU), über die Inspiration,
die von solchen Kulturinitiativen ausgehen können.
In den nächsten Tagen erfuhren umgekehrt die Künstler einiges
über die Mechanismen und den Ablauf im Europäischen Parlament. Bei
einer internen Führung durch das Gebäude konnten sie in so manches
Büro blicken, das dem einfachen Brüssel-Touristen verschlossen
bleibt und den ein oder anderen Politiker in persona erleben, der sonst nur
von Fernsehbildern bekannt ist.
Fazit der Ausstellung ist: Die Kunststation konnte durch die Qualität
der ausgestellten Werke und die professionelle Präsentation auch auf
internationaler Ebene überzeugen. Dadurch wurde das Interesse und Ideen
angeregt, wie die gerade begonnene Zusammenarbeit fortgesetzt werden
könnte. Nun liegt es in den Händen der Verantwortlichen, die
Tür, die mit dieser Ausstellung aufgemacht wurde, offen zu halten.
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