Zurück   Startseite   Druckversion 24. August 2001

Milseburg - Ein Berg mit Profil

Gemeinsame Schau

Fulda. "Milseburg - Ein Berg mit Profil" lautet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Vonderau Museums und der Kunststation Kleinsassen, das am kommenden Wochenende startet: Am Samstag, 25. August, um 18.30 Uhr wird der erste Teil der Schau, der unter anderem natur- und volkskundliche Aspekte rund um die Milseburg behandelt, im Fuldaer Vonderau Museum eröffnet. Am Sonntag, 26. August, ist um 15 Uhr in der Kunststation die Vernissage für den zweiten Teil, der den prominenten Berg der Rhön im Spiegel der Kunst vom 18. Jahrhundert bis heute zeigt.

Landrat Fritz Kramer und Oberbürgermeister Dr. Alois Rhiel gaben gestern in der Kapelle des Vonderau Museums einen kleinen Vorgeschmack auf das Gemeinschaftswerk von Stadt und Kreis Fulda. "Die verbindende Klammer hat Frau Dr. Feld hergestellt", lobte Rhiel das Engagement der Fuldaer Kunsthistorikerin, die für beide Präsentationshäuser tätig war und ist sowie als Kuratorin verantwortlich zeichnet. Die Milseburg, sagte der OB, sei ein Berg, "der auf alle eine enorme Anziehungskraft ausübt". Die Gründe dafür zeige die Ausstellung, die die Faszination und das Interesse der Bevölkerung im Laufe der Geschichte dokumentiere. Geschehen solle das, wie Landrat Kramer ausführte, in Form einer "gesamtheitlichen Darstellung", die das "unverwechselbare Wahrzeichen für unsere Heimat" vorstelle. Kramer dankte allen, die am Zustandekommen der Schau beteiligt waren, und sagte im Hinblick auf die Exposition: "Ein Mehr an Zuwendung kann man diesem Berg kaum zukommen lassen."

Dr. Marion Feld erklärte, das 125jährige Bestehen des Rhönklubs und 10 Jahre Biosphärenreservat Rhön seien Anlass der Schau, die ein interdisziplinäres Konzept verfolge, das Einzelaspekte verknüpfen wolle. So solle beispielsweise die Gesteinsart der Milseburg beleuchtet und in Bezug zu Vegetation und früher Besiedelung gesetzt werden. Stünden im Vonderau Museum die naturkundlichen Gesichtspunkte im Mittelpunkt, so wende sich der zweite Teil der Ausstellung in der Kunststation dem Erscheinungsbild des Berges und seiner Abbildung in Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation und konzeptioneller Kunst zu, wobei der Schwerpunkt deutlich auf dem Gemälde liege. Die Schau begleiten ein Katalog und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Außerdem, ergänzte Dr. Feld, werde ein Transferservice vom Bahnhof Fulda zur Kunststation angeboten, so dass auswärtige Besucher die Möglichkeit hätten, beide Ausstellungshäuser zu besuchen.

Aus: Fuldaer Zeitung vom 23. August 2001.


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