Zurück   Startseite   Druckversion 25. Juni 1999
1. Internationale Biennale Neues Aquarell: Länderschwerpunkt China

168 Gäste aus aller Welt stellen aus

Mit Arien und Klavierstücken chinesischer Komponisten umrahmte die Pianistin und Sängerin Lan-Zhen Zeller-Yan die Eröffnung der "1. Biennale Neues Aquarell" in der Kunststation Kleinsassen. Die neuinszenierte und langfristig gedachte Veranstaltungsreihe widmet sich in diesem Jahr dem Länderschwerpunkt China.

168 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt präsentieren dort über 320 Exponate. Unter den Gästen der Vernissage war unter anderem eine zwölfköpfige China-Delegation von Künstlern, Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten unter Vorsitz von Professor Yang Songlin aus Jinan, dem Direktor der Nationalen Künstlervereinigung Chinas, und Wang Li Min aus Weifang, dem Vizepräsident der Organisation zum kulturellen Austausch mit anderen Ländern.

Peter Ballmaier, Leiter der Kunststation Kleinsassen, dankte allen, die am Zustandekommen der Aquarell-Biennale beteiligt waren, besonders Ideengeber und Organisator Predrag Hegedüs, Kuratorin Dr. Marion Feld, Jury-Mitglied Stanislav Demidjuk aus Montpellier, René Böll, der die Kontakte zu den chinesischen Gästen geknüpft hatte, den Stiftern diverser Preise sowie allen Kreativen, die ihre Arbeiten eingesandt hatten.

Professor Yang Songlin betonte, das Thema Aquarell bietet "eine gute Gelegenheit" zum internationalen Austausch". Der Direktor der Nationalen Künstlervereinigung Chinas erinnerte an die alte Tradition des Aquarells in seinem Land. China habe Spitzenwerke herausgebracht, die die Kunstgeschichte bereichern, nun aber sei die junge Generation bemüht, einen Anschluß an die zeitgenössische Kunst zu finden. Dazu könne diese Biennale beitragen.

Kunsthistorikerin Marion Feld erklärte: "Wir haben das Aquarell gewählt, weil es eine alte, sehr beliebte Technik ist, die aber seit der Nachkriegszeit etwas vernachlässigt worden ist." Wettbewerb und Schau sollen neue Impulse geben. In bezug auf den Länderschwerpunkt, so die Kuratorin, sei die Wahl auf China gefallen, weil das asiatische Land den Anfangspunkt einer künstlerischen Entwicklung darstelle, die es zu betrachten gelte. Außerdem hätten durch ein Austauschprogramm bereits Kontakte zu China bestanden, die es zu intensivieren gelte. Die Biennale sei interkultureller Vergleich, Überblickausstellung zeitgenössischer Kunst und Forum für unterschiedliche künstlerische Positionen in einem.

Offiziell eröffnet wurde die Biennale von Erstem Kreisbeigeordneten Gerhard Möller. Die facettenreiche Schau umfaßt über 320 Exponate, wobei Vertreter traditioneller wie progressiver Richtungen gleichermaßen vertreten sind. Malerische Landschaftsansichten, technisch-brillante Stilleben, klassische Akte und fotorealistische Porträts finden sich hier ebenso wie innovative Collagen. Beispiele abstrakter Malerei und konstruktivistische Arbeiten westlicher Künstler. Daneben sind - dem Schwerpunkt China entsprechend - eine große Anzahl chinesischer Aquarelle ausgestellt. Sie rücken vor allem Natur und Schrift in den Mittelpunkt, lassen die über 2000 Jahre alte Geschichte der Maltechnik beispielhaft offenbar werden.

Es ist ein eindrucksvolles Miteinander zeitgenössischer Kunst der östlichen und westlichen Welt, das sich hier zu einem kontrastreichen, aber im Ganzen äußert harmonischen Miteinander zusammenfügt.

Zur Aquarell-Biennale erscheint ein Katalog, der dann an der Kasse der Kunststation erhältlich sein wird. Bis zum 15. August sind die Bilder täglich - außer montags - von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Klaus H. Orth


Zurück   Seitenanfang
P. Klingebiel, Fulda

Freie Malschule
 30.10.2011 bis 04.03.2012
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Labyrinth der Mythen
 11.12.2011 bis 04.03.2012
Mehr zur Ausstellung ...
FZ-Artikel zur Ausstellung
Fotos zur Ausstellung

Café in der Kunststation
Geöffnet: dienstags - sonntags, 13 - 17 Uhr

Sparkasse Fulda

Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Ulenspiegel in der Kunststation Kleinsassen

Jahresprogramm

Öffnungszeiten der Kunststation:
dienstags - sonntags, 13 - 17 Uhr,

Jahresprogramm 2012
Seminarprogramm 2012

Weg zur Kunststation

Nachricht an die Kunststation
Kunsttelegramm der Kunststation

Ausstellungen 2012
Ausstellungen 2011

Die Gestaltung der Homepage basiert auf dem Flyer zur aktuellen Ausstellung
Im Labyrinth der Mythen.

Das Bild der Kunststation Kleinsassen auf der Startseite ist ein Ausschnitt eines Fotos des Fuldaer Fotografen Andre Druschel
(www.druschel-photography.de).