Ausstellung vom 20.6 bis 15.8.1999 in der Kunststation Kleinsassen
Internationale Biennale "Neues Aquarell"
Länderschwerpunkt China
Kleinsassen: Vom 20. Juni bis zum
15. August richtet die Kunststation Kleinsassen zum ersten Mal die "Biennale
Neues Aquarell" aus. Über 170 internationale Künstlerinnen und
Künstler haben ihre Werke eingereicht. Damit bietet die Biennale nicht
nur ein spannungsvolles Spektrum internationaler zeitgenössischer
Kunst, sondern ermöglicht gleichzeitig einen interkulturellen Vergleich
der Aquarelltechnik.
Anstoß zu der Inititative gab die
scheinbare Vernachlässigung dieser spontanen Maltechnik in der modernen
und zeitgenössischen Kunst. Die Palette der Werke reicht von Mixed
Media mit aquarelldominanter Wirkung bis hin zu dreidimensionalen Werken.
Den Länderschwerpunkt der Biennale bilden Arbeiten aus China, dem
Land mit einer mehr als 2000jährigen Aquarell- und Tusche-Tradition.
Vom 14. bis 23. Juni trafen sich chinesische und deutsche Künstler
zu einem "Deutsch - Chinesischen Symposium Aquarell" in der Kunststation
Kleinsassen. Das Symposium ist Teil einer Studienreise der ausländischen
Gäste durch die Bundesrepublik Deutschland.
Besonders reizvoll ist der Aspekt des "neuen"
Aquarells. Wie wird diese Technik heute im internationalen Kunstbetrieb
genutzt, welche persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten bietet sie,
und welche Impulse können von einer ,,Biennale Neues Aquarell" ausgehen.
Der experimentelle und freie Umgang mit Materialien, Techniken und Gattungen
in der Kunst der letzten Jahrzehnte setzt auch für die neue Aquarellthematik
eine unorthodoxe, unkonventionelle und kreative Auffassung voraus. Die
Biennale Neues Aquarell bietet nicht nur für die Kunststation Kleinsassen
ein bedeutendes Aufgabenfeld, sondern eröffnet für alle aquarellinteressierten
Künstlerinnen und Künstler ein Forum, sich experimentell und
in einem internationalen Austausch mit dieser Technik zu beschäftigen.
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