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Neue Ausstellungen in Kleinsassen
Kleinsassen. Drei Künstler zeigen
in der Zeit vom 23. August bis zum 10. Oktober ihre Werke in der Kunststation
Kleinsassen: Klaus Ziegert und das Künstlerehepaar Emira Turnadic-Begic
und Mirsad Begic.
"Träume bewahren" lautet der Titel der Ausstellung des slowenischen
Ehepaares, das in seiner künstlerischen Sprache sehr verwandt ist.
Sowohl Emira Turnadic-Begic als auch Mirsad Begic beschäftigen sich
mit archaischen Formen, die bildnerisch und plastisch umgesetzt werden.
Großformatige Bilder von Emira, zum Teil dramatisch in der Farbigkeit,
stellen runde organische Formen dar, die zu unkontrollierter Wucherung
tendieren. Figurative Figuren sind dagegen mehr oder weniger realistisch,
Raum leicht erkennbar und das Material charakteristisch für ihre Collage-Technik.
Die plastischen Arbeiten von Mirsad Begic sind expressiv und trotzdem still.
Poetisch und morbid, komponiert aus mehreren Teilen und ausgeführt
in unkonventionellen Materialien wie Hanf, Wachs und Sand bilden die Arbeiten
eine große Rauminstallation, die den Betrachter in die Stille der
archäologischen Unterwelt einführt.
Emira Turnadic-Begic wurde
1955 in Zagreb geboren und beendete 1979 die Akademie für Bildende
Künste in Sarajewo. Seit 1980 beteiligte sich die Künstlerin
an mehreren Gruppenausstellungen. Emira Turnadic-Begic ist Dozentin für
Malerei an der Akademie in Sarajewo und lebt und arbeitet seit 1987 in
Slowenien. Mirsad Begic, Jahrgang 1953, studierte an der Akademie der Bildenden
Künste in Ljubljana. Begics Skulpturen zählen zu den wichtigsten
zeitgenössischer Künstlern in Slowenien. Seit 1980 beteiligte
sich der 45jährige an mehreren Gruppen- und Einzelausstellungen, unter
anderem im Institut Audiovisuel, Paris, und im Museo de Arte Brasiliena
in Sao Paolo.
"Kopf-Zyklen I" von Klaus Ziegert entstanden in den Jahren 1993 bis 1996
und zeigen den versteckten und verhüllten Menschen. Lebens- und Leidenspositionen,
die im Alltag verborgen werden, öffnen und enthüllen sich in
diesen Bildern. Die "Kopf-Zyklen II" aus der Zeit von 1996 bis 1997 sind
farblich stärker gestaltet als die des ersten Zyklus. Weiß sind
schließlich die Arbeiten des dritten Zyklus, deren Werke 1997 und
1998 entstanden. Die "Negativköpfe" löschen alle anatomischen
Merkmale aus und sind Zeichen einer Geburt, einer Auferstehung. Die drei
Zyklen stellen die Frage nach der tieferen Lebenssituation des Menschen.
Der Kopf als Ausgangspunkt einer Befragung, der Bedingungen und Verfassung
menschlicher Existenz ist die Zusammenfassung der Arbeitsmotive Klaus Ziegerts.
Der Künstler wurde 1931 geboren und lebt und arbeitet seit 1982 pädagogisch
in der Waldorfschule Ebersburg.
Öffnungszeiten der Kunststation: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.
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