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Die Kunststation Kleinsassen zeigt in Halle I und im Atelier Arbeiten des Symposions "To Kiss A Different Earth"
Die süßen Seiten der Kunst
Einen Kunstgenuß besonderer Art erlebten die Besucher der Vernissage in der Kunststation Kleinsassen.
Der Italiener Lorenzo Pizzarelli überraschte mit einer Performance,
bei der die Gäste ein von ihm geschaffenes Objekt aus Schokolade verspeisen durften.
Mit Sägen und Messern schälten sie eine Figur,
deren Kopf und Glieder aus einem Karton herausragten.
Der Künstler hatte sein Objekt in einem langwierigen Prozeß aus der kalorienreichen braunen Masse gegossen.
Das Publikum naschte anschließend nach Herzenslust.
Pizzarelli ist einer von über 20 Teilnehmern des Symposions "To Kiss A Different Earth: Europe - the undiscovered country",
das mit diesem süßen Spektakel zu Ende ging.
Die Volkshochschule des Landkreises Fulda hatte mit der Kreisvolkshochschule Vogelsberg,
dem Custom House Project (Irland) und dem Centro D'Arte Dedalo (Italien) das Symposion organisiert.
Im nächsten Jahr treffen sich die Teilnehmer in Irland,
und im Jahr 2000 findet das Symposion dann in Italien statt.
Auch Slowenien hat sich bereits als künftiger Veranstalter angeboten.
Zwei Wochen lang hatten Kreative aus sieben Nationen gemeinsam gearbeitet.
Was von dem produktiven Chaos übriggeblieben ist,
das können Interessierte nun in Halle I und im Atelier begutachten.
Das Spektrum der ausgestellten Arbeiten beeindruckt.
Die Objekte des Italieners Alberto Enrico De Braud bestehen aus Variationen tönerner Figuren.
Mal sind sie klein, glasiert und hintereinander aufgestellt,
mal groß im Ursprungston gehalten,
und mal balancieren sie übereinander.
Hrvoje Danilovich präsentiert Reliefe und Zeichnungen.
Farbintensiv sind die hochformatigen Bilder des Iren Anthony Pilbro.
Buntes Glas und diverse Baumaterialien vereint Elaine Griffin in ihren Arbeiten,
und Breda Burns gestaltet aus Gips Objekte mit organischen Formen.
Landschaften und idyllische Ansichten bestimmen die Ölbilder von Evgeni Smirnov aus der Ukraine.
Auch der Russe Sergej Kasakow wählt Ansichten von Wäldern, Flußufern und Dörfern,
um mit der Farbe das Spiel von Licht und Schatten festzuhalten.
Veronika Zyzik hat den Titel des Symposions bildlich umgesetzt:
In ihren fotorealistischen Werk in Acryl küßt ein Mann unbekannten Boden.
Für die Malerin bildet Kleinsassen kein unbekanntes Terrain.
Sie gehört wie die ebenfalls ausstellenden Maler Alexander Zyzik, Peter H. Blum, Spasa Milasinovic
und Predag Hegedüs zum Kreis derjenigen,
deren Namen seit langem mit dem Rhöner Präsentationshaus verbunden sind.
Gleiches gilt für Veronika P. Dutt,
die in ihren "Lichtbildern" der Farbe eine eigene Körperhaftigkeit verleiht,
und Susanne Bockelmann,
die in beinahe wandhohen Lithografien Venedigmotive zu einem geheimnisvollen Ganzen vereint.
Auch die Italiener Paolo delle Monache und Silivia Cardini,
die Irinnen Leah Durkan und Evanna O'Boyle,
die Slowenen Zlatko Gnezda und Oto Rimele
sowie der Pole Leszek Skurski zeigen ihre Arbeiten.
Die überaus sehenswerte Ausstellung ist noch bis Sonntag, 18. Oktober,
jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
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