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To Kiss A Different Earth
Europe the undiscovered country
In der Zeit vom 6. bis zum 19. September
1998 verwandelt sich die Halle I der Kunststation Kleinsassen in eine
große Werkstatt: Hier arbeiten und leben 20 Künstler aus
Deutschland, Irland, Italien, Polen, Slowenien und der Ukraine zusammen.
Das Symposium unter dem Motto To Kiss A Different Earth steht in
Kooperation mit der Westport Artists Studio Group, Irland und dem Centro
D'Arte Dedalo, Italien. Ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist es,
diesen künstlerischen Austausch in den Partnerländern weiterzuführen.
To Kiss A Different Earth wird mit denselben Künstlern im April
1999 in Irland und im Jahr 2000 in Italien fortgesetzt.
Plötzlich ist alles anders - der Raum,
das Licht, die Sprache, der Arbeitsplatz. Wie reagiert der Künstler,
und wie beeinflußt die veränderte Situation den sensiblen Schaffensprozeß?
Für jemanden, der gewöhnlich in der Stille und Abgegrenztheit
des eigenen Ateliers arbeitet, eine Herausforderung und gute Gelegenheit,
andere und sich selbst neu kennenzulernen. Eine Teilnehmerin aus Irland
äußerte spontan: "Nach dieser Zeit weiß ich mehr
über Geographie. Außerdem verliere ich langsam meine Fähigkeit
Englisch zu sprechen, wenn ich den ganzen Tag fremde Sprachen um die Ohren
habe und versuche, mich mit Händen und Füßen mitzuteilen."
Zwei Wochen in der Kunststation Kleinsassen
zusammenzuleben und zu arbeiten, verspricht einen dynamischen Prozeß
und eine fruchtbare Auseinandersetzung über Technik, Verarbeitung
und Ausdrucksmöglichkeiten. Ziel des Symposiums ist es, einen interkulturellen
Dialog zwischen den Künstlern anzuregen, der zu einem bewußten
Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Anregungen führt. Die
Heransgehensweise jedes einzelnen Künstlers an die "andere Erde",
in der man sich in Kleinsassen befindet, soll durch diesen Dialog beeinflußt
und bereichert werden. Neben Kochrezepten beim Mittagessen geht es auch
um die existentiellen Fragen: Wie organisiert sich ein künstlerisches
Leben in einem anderen Land? Die 20 Teilnehmer drücken sich künstlerisch
in ganz unterschiedlichen Sprachen aus. Das farbige Mit- und Nebeneinander
von action painting, klassischer Malerei, Glaskunst, Bildhauerei und Installationskunst
bietet vielfältige Anregungen für die Künstler und für
die Besucher der Kunststation Kleinsassen. Sie sind eingeladen, den Künstlern
zu begegnen, ihren Arbeitsprozeß zu beobachten und sich in der lebhaften
Werkstattatmosphäre über Eindrücke, Fragen und womöglich
Irritationen mit den Künstlern auszutauschen.
Zum Abschluß des Symposiums werden
die dort entstandenen Werke in einer Ausstellung gezeigt, die am 19. September
1998 um 15.00 Uhr eröffnet wird und bis zum 18. Oktober 1998 zu sehen
ist. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.
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